Die Forstschutzbehörde verfügt zur Brandbekämpfung über fünf Hubschrauber und vier Löschflugzeuge. | Marcelo Sastre

Der Leiter der balearischen Forstschutzbehörde hat aufgrund der derzeit anhaltenden Hitze und Trockenheit vor einer extremen Waldbrandgefahr auf Mallorca und den Nachbarinseln gewarnt. „Bisher haben wir Glück gehabt, aber aktuell reicht eine einzige Unvorsichtigkeit, wie eine unachtsam weggeworfene Zigarettenkippe oder ein überfliegender Funke vom Grillfeuer, um eine Katastrophe auszulösen“, so ein Sprecher der Behörde gegenüber der MM-Schwesterzeitung Ultima Hora. Er rief alle Einwohner und Besucher auf den Balearen zu größtmöglicher Vorsicht auf, um Brandkatastrophen wie derzeit auf dem spanischen Festland zu vermeiden.

Bisher mit Erfolg. So registrierte seine Behörde in diesem Jahr bisher „nur“ 41 Brände, die eine Gesamtfläche von 6,7 Hektar Vegetation zerstörten, und damit unter dem auf den Balearen registrierten Durchschnitt liegen. 92 Prozent aller Waldbrände auf den Insel gehen auf menschlichen Einfluss zurück, wie Fahrlässigkeit, Unfälle oder auch Brandstiftung. Die regionale Forstschutzbehörde verfügt zur Waldbrandbekämpfung über ein Einsatzteam von 350 Personen, 5 Löschhubschraubern sowie vier Löschflugzeugen.

Zu den ganzjährigen Brandverhütungsmaßnahmen der Behörde gehören das Anlegen und die Säuberung von Brandschutzschneisen sowie die Beseitigung von Bruchholz in öffentlichen Waldgebieten. Auf Privatfincas sind die Eigentümer dazu verpflichtet, mögliche Brandherde wie trockenes Geäst oder Bruchholz zu entsorgen.