Die National-Polizei bei einer Patrouille an der Playa de Palma. | UH Archiv

Die vermeintliche Attacke gegen einen 17-Jährigen mit einer Spritze in einem Nachtclub an der Playa de Palma konnte jetzt von den Ermittlungsbehörden als völlig frei erfundene Geschichte entlarvt werden. Der junge Mann behauptete gegenüber der National-Polizei, er sei in einem Club mit einer Spritze ins Bein gestochen worden, woraufhin ihm schwindelig und schlecht geworden sei und er anschließend das Bewusstsein verloren habe.

Als er außerhalb des Clubs wieder zu sich gekommen sei, habe man ihm alle Wertgegenstände gestohlen, behauptete der junge Mann bei der Vernehmung. Die Ermittlungen der Beamten entdeckten einige Ungereimtheiten in der Geschichte des angeblichen Opfers. Mithilfe der Überwachungskameras des Nachtclubs konnte schließlich sogar bewiesen werden, dass der Minderjährige das Etablissement, in dem er angeblich angegriffen worden sei, gar nicht betreten hatte.

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Warum er diese Falschaussage bei der Polizei gemacht hat, ist noch nicht vollends geklärt. Alles deutet aber darauf hin, dass er die abgeschlossene Handy-Versicherung betrügen wollte. Eine Masche, die in den vergangenen Wochen häufiger vorgekommen ist. Erst am vergangenen Wochenende hat die National-Polizei einen 20-jährigen deutschen Urlauber in Palma verhaftet, weil er zuvor auf einer Dienststelle einen vermeidlichen Raubüberfall gemeldet hatte.

Er sei nach dem Verlassen eines Nachtclubs um 7 Uhr morgens von einem Unbekannten mit einer 20 Zentimeter langen Messerklinge bedroht worden und man habe ihm sein neues Smartphone sowie sein Bargeld abgenommen. Auch hier habe das vermeidliche Opfer versucht, seine Versicherung zu betrügen.