Blick auf das denkmal aus dem Bürgerkrieg. | Ultima Hora

Das in Palma de Mallorca befindliche umstrittene Denkmal zu Ehren der im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) ums Leben gekommenen franquistischen Soldaten des Kriegsschiffs "Baleares" bleibt stehen. Das Gericht Tribunal Supremo in Madrid nahm den Einspruch der Organisation "Associació Memòria de Mallorca" gegen ein gleichlautendes Urteil des obersten Inselgerichtshofs "Tribunal Superior de Justicia" nicht an. Die antifaschistische Gruppierung muss zudem 2000 Euro Verfahrenskosten bezahlen.

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"Associació Memòria de Mallorca" äußerte bereits, dass man entsetzt sei und man Denkmäler aus der Zeit des Diktators Francisco Franco (1939 - 1975) nicht sehen wolle. Es könne nicht angehen, dass die Justiz dies schütze. Jetzt überlege man, vor das spanische Verfassungsgericht zu ziehen.

Das Denkmal befindet sich im Park Sa Feixina. Es erinnert an die Versenkung des Kreuzers am 5. März 1938. 786 Seeleute kamen dabei ums Leben. Die "Baleares" war Ende der 1920er Jahre in Auftrag gegeben worden. Der Bau begann 1932 auf der Werft im galicischen El Ferrol. Als der Bürgerkrieg im Juli 1936 ausbrach, war das Schiff noch nicht vollendet. Die Franquisten schafften den Kreuzer nach Cádiz und bewaffneten ihn. Die Schiffskanonen der "Baleares" trugen im Februar 1937 dazu bei, die Stadt Málaga sturmreif zu schießen. Die Zahl der Opfer wird je nach Quelle mit 3000 bis 15.000 angegeben.