Diese gefährliche Stelle an der Ma-30 will Mallorcas Inselrat in den kommenden Wochen sicherer machen. | A. Sepulveda

Nachdem in den vergangenen zwei Jahren dort schon fünf junge Menschen ihr Leben verloren haben, will das Verkehrsdezernat von Mallorcas Inselrat den unfallträchtigen Abschnitt zwischen den Kilometerpunkten 1 und 2 auf Palmas zweitem Autobahnring, der Ma-30, jetzt mit verschiedenen Maßnahmen "entschärfen".

Das Problem: Der äußere Umgehungsring der Inselhauptstadt soll langfristig die Vía de Cintura (Ma-20) entlasten und verläuft vom Autobahndreieck bei Marratxí (nahe Alcampo) im Norden bis zur Anschlussstelle Es Coll d'en Rabassa (Fan Mallorca Shopping) im Süden. Allerdings ist die Schnellstraße nur bis Son Ferriol vierspurig ausgebaut und geht dort in einer leichten Kurve und mit einem plötzlichen Anstieg in zwei Fahrspuren mit Gegenverkehr über. Hinzu kommt ein seitlicher Beschleunigungsstreifen für einfahrende Pkw.

Wer an dieser Stelle zu schnell oder unkonzentriert ist, kann die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren und leicht in den Gegenverkehr geraten. Auf diese Weise verloren dort 2022 zwei und vor einigen Wochen drei junge Menschen bei Frontalzusammenstößen ihr Leben. Alleine zwischen 2019 und 2021 wurden dort 91 Unfälle gemeldet.

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Bis zum Jahresende soll der Abschnitt nun durch bessere Markierungen und Warnschilder sicherer gemacht werden. Die einzelnen Vorschläge der Techniker des Inselrats sollen in Kürze bei einer Konferenz geklärt werden. Auch die Familien der Todesopfer hatten gefordert, dass der Straßenabschnitt sicherer gemacht wird.