Wer sich vor der Kathedrale aufhält, sollte aufpassen. | Mallorca Magazin

In Palma de Mallorca ist eine altbekannte Spielart des Taschendiebstahls wieder in mehreren Fällen verübt worden. Nach zwei Übergriffen auf ausländische Touristen – darunter ein deutsches Paar – wurden zwei mutmaßliche Täterinnen festgenommen. Ihnen wird laut einer Pressemitteilung der Polizei vorgeworfen, Ende März zunächst die Bundesbürger bestohlen zu haben, und zwar an der Kathedrale "La Seu".

Das Vorgehen der 41- und 47-jährigen, der Gitano-Ethnie angehörenden Frauen bestand darin, sich den Touristen zunächst mit einer Nelke in der Hand mit der Bitte zu nähern, einen Geldbetrag für die Kirche zu spenden. Als der Mann Geld aus seiner Tasche herausholte, wurden ihm trickreich die Scheine entwendet. Er erstattete daraufhin Anzeige bei der Nationalpolizei. Zu dem zweiten Vorfall kam es im Multikulti-Stadtteil Pere Garau, auch hier wurden Touristen bestohlen. Die Täterinnen waren eigentlich schon vor Monaten von der Justiz angewiesen worden, sich von Palma fernzuhalten. Dieser sogenannten "orden de alejamiento" endete aber kürzlich.

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Die große Zahl von Touristen in Palma lockt Kriminelle aus anderen Teilen von Europa an. Dabei handelt es sich um Diebe, Einbrecher oder Hütchenspieler, die nicht selten aus Staaten vom Balkan anreisen, um die Unwissenheit einiger Urlauber um diese Art des Diebstahls auszunutzen. Sie agieren an neuralgischen, für Touristen interessanten Punkten wie dem Bahnhof von Palma, der Kathedrale oder an der Playa de Palma.

Jüngst war auch in den Medien von einer weiteren Variante berichtet worden, Menschen in Palma zu bestehlen. Vor Geldautomaten warfen sich in mehreren Fällen Diebe auf den Boden und simulierten einen Kollaps, nachdem sie die Pin-Nummern von Bankkunden erspäht hatten. Als sich die meist älteren Menschen umdrehten, um ihnen zu helfen, entwendeten sie ihnen die Kreditkarten und räumten Konten leer. Auch hier gab es Festnahmen.