Neue Chance für Bahnstrecke Manacor-Artà

Balearen-Premier Bauzà sagt Bürgermeistern Unterstützung zu

Regenfälle haben an der Bahntrassen-Baustelle bei Son Servera zu Bodenabsenkungen geführt.

Foto: A.BASSA

Der Bau der Bahnstrecke von Manacor nach Artà ist anscheinend noch nicht vom Tisch. Geht es nach Balearen-Premierminister José Ramón Bauzá soll der Baustopp aufgehoben und das Projekt vollendet werden. Das hat er jetzt den Bürgermeistern der Gemeinden Son Servera, Sant Llorenç und Capdepera bei einem Treffen in seinem Regierungssitz zugesagt. Durch diese Gemeinden ist die Bahntrasse bereits gelegt und befestigt.

Wegen fehlender Gelder wurde der Bau in diesem Jahr gestoppt. Die Regenfälle der vergangenen Tage haben zu Bodenabsenkungen an einigen Teilen der Trasse geführt. Für die Gemeinden ist die halbfertige Strecke ein Ärgernis.

Konkret geht es darum, bei der Regierung in Madrid die zugesagten Fördergelder einzufordern. In einem Abkommen hatte Madrid 2008 insgesamt 443 Millionen Euro für Infrastrukrumaßnahmen auf Mallorca zugesagt, bislang sind nur 57,5 Millionen überwiesen worden, 20 Millionen flossen davon in das Projekt der Bahn Manacor-Artà.

Einen Antrag auf die Einhaltung des Abkommens und eine Verlängerung der Bauzeit um vier Jahre bis 2015 haben die zuständigen Generaldirektoren für Transport und Haushalt, Joan Salvador und Antoni Costa jetzt unterzeichnet. Unter anderem schuldet die Landesregierung diversen Baufirmen und Handwerksbetrieben 165 Millionen Euro. Insgesamt sind für den Bau der Bahn 190 Millionen Euro veranschlagt.

Kommentar

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Otto Reineke / Vor über 7 Jahren

Es wird aber auch Zeit, dass die Bahn von Manacor bis Arta endlich weitergebaut. Es ist doch wunderbar, mit dem Zug nach Palma zu fahren, man braucht keinen Sprit, keinen Parkplatz, und kann auch mal das eine oder andere Bier oder Wein trinken, ohne den Verlust des Führerschein zu riskieren. (Zur Klarstellung: Ich bin absolut k e i n Autogegner) Otto Reineke

Hermann / Vor über 7 Jahren

Hat sich schon mal einer der Bahngegner ausgerechnet, in welcher Höhe Schadensersatzforderugen beim Nichtweiterbau kommen könnten. Wenn die neue Regierung den Haushalt sanieren will, soll sie die(auch von ihrem Klientel?) hinterzogenen Steuern eintreiben.

Heinz Wilhelm Blesgen / Vor über 7 Jahren

Die neue Regierung sollte sparen und solche Investitionen, die künftig nur durch Zuschüsse am Leben gehalten werden können, nicht zu Ende führen.