Täglich 15 Zwangsräumungen auf den Inseln

Bürgermeister von Santa Margalida rebelliert und droht Banken

Abgesagte Zwangsräumung in Palma.

Abgesagte Zwangsräumung in Palma.

Foto: Foto: Pere Bota

Das Problem der Zwangsräumungen ist auch auf den Balearen brennend. Den Gerichts-Statistiken zufolge mussten im ersten Halbjahr 2012 jeden Tag durchschnittlich 15 Familien ihre Wohnungen oder Häuser räumen, weil sie den Hypothekenzahlungen nicht mehr nachkommen konnten.

Insgesamt wurden zwischen Januar  und Juni 2518 Räumungen gerichtlich angeordnet, rund 30 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Neuerdings häufen sich auch die Fälle, bei denen nicht Privatpersonen, sondern Firmen von der Räumung betroffen sind.

Auch auf den Inseln mehren sich deshalb die Proteste gegen die Praxis, die für viele Betroffene mit dem kompletten Ruin gleichzusetzen ist. Ungewöhnlich aber ist die kompromisslose Haltung,  die der Bürgermeister von Santa Margalida in dieser Sache eingenommen hat:Miquel Cifre ließ die ortsansässigen Kreditinstitute wissen, dass die Gemeinde jegliche Zusammenarbeit mit ihnen einstellen werde, sollten sie auf Gemeindegebiet eine Zwangsräumung vorantreiben.

Außerdem teilte der Alkalde mit, dass er die Lokalpolizei angewiesen habe, auf keinen Fall beim Vollzug von Zwangsräumungen mitzuwirken.

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Soll man Zwangsräumungen stoppen?

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  • Wer sich über seine Verhältnisse verschuldet, ist selbst an seiner Misere schuld: 28.64%
  • In Härtefällen sollten die Banken einlenken: 34.02%
  • Die Banken sind an allem schuld: 37.34%

Kommentar

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sonnenschein / Vor über 6 Jahren

..die werden in sogenannten "subastas", also versteigerungen an den besten bieter verscherbelt, der schuldner muss aber trotzdem den vollen betrag an die bank zahlen....

Hermann / Vor über 6 Jahren

Was machen die Bänker mit den zwangsgeräumten Wohnungen?