Demonstrationen für die Republik

Kundgebungen gegen die Monarchie in Madrid und Palma

Bei den Demonstrationen auf Mallorca wurden etwa 1000 Teilnehmer gezählt.

Bei den Demonstrationen auf Mallorca wurden etwa 1000 Teilnehmer gezählt. Foto: Joan Torres

Bei den Demonstrationen auf Mallorca wurden etwa 1000 Teilnehmer gezählt.Bei den Demonstrationen auf Mallorca wurden etwa 1000 Teilnehmer gezählt.Bei den Demonstrationen auf Mallorca wurden etwa 1000 Teilnehmer gezählt.

Wie in der spanischen Hauptstadt Madrid haben auch auf der Plaça d'Espanya in Palma de Mallorca viele Menschen gegen die Monarchie protestiert. Nachdem König Juan Carlos seine Abdankung angekündigt hat, fordern sie die Einführung einer Republik. Die Zahl der Demonstrationsteilnehmer lag in Madrid bei etwa 3000 und auf der Insel bei etwa 1000.

Auch in vielen anderen Orten auf dem Festland sowie in den europäischen Metropolen Berlin und London fanden Kundgebungen statt. Selbst in einigen Landgemeinden auf Mallorca gab es kleine Demonstrationen mit der Trikolore in Rot-Gelb-Lila, die zu Zeiten der II. Republik und im Spanischen Bürgerkrieg von 1931 bis 1939 verwendet wurde. Viele der Protestteilnehmer kamen aus Kreisen linker Parteien, aber auch einzelne sozialdemokratische Abgeordnete wurden gesichtet.

Unterdessen laufen in Madrid die Vorbereitungen für die Thronfolge. Die Abdankung des Königs und die Nachfolgeregelung müssen vom Kongress und Senat mit einem Organgesetz ratifiziert werden. Beide Parlamentskammern wollen so schnell wie möglich zusammenkommen – möglicherweise bereits diese oder nächste Woche, wie es in den spanischen Medien hieß. Ursprünglich hatte das Königshaus für das umständliche Prozedere etwa drei bis sechs Wochen kalkuliert.

Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, wird der bisherige Kronprinz bei einer gemeinsamen Sitzung auf die Verfassung vereidigt und als König Felipe VI. von Spanien proklamiert. Eine Krönung im eigentlichen Sinn ist nicht vorgesehen, allerdings wird es zu einem späteren Zeitpunkt eine feierliche katholische Messe in der Almudena-Kathedrale und einen Empfang für ausländische Staatsgäste geben.

Anders als in den meisten europäischen Monarchien ist die Rolle des Königs in Spanien mehr als nur protokollarisch. Die Verfassung gibt ihm zum Beispiel die Möglichkeit, Einfluss auf die Lösung von Regierungskrisen und die Ernennung des Ministerpräsidenten zu nehmen. Allerdings hat er weitaus weniger Macht als die anderen staatlichen Institutionen. (mic)

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