Vergiftetes Erbe für die neue Mehrheit

Palma de Mallorca |
Die Zukunft von Palmas Kongresspalast bleibt umstritten.

Die Zukunft von Palmas Kongresspalast bleibt umstritten. Foto: UH

Die Zukunft von Palmas Kongresspalast bleibt umstritten.Die Zukunft von Palmas Kongresspalast bleibt umstritten.

Nach den Wahlen vom Sonntag steht Palma de Mallorca vor einem Machtwechsel. Sobald sich eine handlungsfähige Stadtregierung gebildet hat, wird sie sich allerdings mit einem schwierigen Erbe auseinanderzusetzen haben.

Offene Fragen sind unter anderem der Ausbau des Sporthafens von El Molinar, die Anschaffung von 100 neuen Bussen für Palmas städtische Verkehrsgesellschaft, die Lärmprobleme in Vierteln wie La Lonja oder Santa Catalina.

Umstritten sind auch der Denkmalschutz für das historische Gebäude Can Bibiloni sowie die Genehmigung für ein neues Casino an der Plaça Comtat del Rosselló. Obwohl die Balearen-Regierung sich nach einer öffentlichen Ausschreibung für den Standort im Zentrum entschieden hatte, verweigerte das Rathaus dem Betreiber eine entsprechende Gewerbelizenz, wodurch die Stadt mittlerweile in Rechtsstreitigkeiten verwickelt ist.

Schwierigstes Problem ist wahrscheinlich aber die Verpachtung des neuen Kongresspalasts mit dem zugehörigen Hotel. Aus einer Ausschreibung war kürzlich die Barceló-Gruppe als Sieger hervor gegangen. Wegen juristischer Bedenken wurde der Zuschlag aber auf Eis gelegt. Vor allem die grünlinke Partei Més, die im Rathaus nun eine entscheidende Rolle spielt, ist prinzipiell gegen die Verpachtung einer öffentlichen Infrastruktur an ein privates Unternehmen. (mic)

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Norbert Rauch / Vor über 4 Jahren

Gerne komme ich nach Mallorca. Die betriebenen politischen Entwicklungen der letzten Jahre haben iihre Berechtigung. Aber bitte laßt die Bürger, für welche die Politik die rechtlichen Rahmen vorgibt, nicht vollkommen außer Aucht. Die öffentliche Infrastruktur gehört in öffentliche Hände - nicht in private. Die Privaten Hände sind letztendlich nur am kurzfristigen Profit und nicht an der langfristigen Entwicklung zum Wohle der Bürger interesssiert. Sicher droht die Politik der öffentlichen Hand auch mal nicht den richtigen Weg einzuschlagen, aber dann ist es Aufgabe der Bürger, die Eigentümer der öffentlichen Anlagen sind, in diese Entwicklung regelnd einzugreifen.