PP-Chef Bauzá wirft hin

Palma de Mallorca |
Partei-Titanen unter sich:José Ramón Bauzá (links im Vordergrund) und Gabriel Cañellas auf der Tagung des Präsidiums der Konserv

Partei-Titanen unter sich:José Ramón Bauzá (links im Vordergrund) und Gabriel Cañellas auf der Tagung des Präsidiums der Konservativen.

Foto: Foto: Miquel Ángel Cañellas

Zwei Tage nach der verheerenden Wahlniederlage für die Konservative Partido Popular (PP) hat José Ramón Bauzá seinen Rücktritt vom Parteivorsitz angekündigt. Auf einem außerordentlichen Parteitag der Baelaren-PP im September soll ein Nachfolger gekürt werden. Allerdings hat die Parteispitze in Madrid angekündigt, Sonderparteitage erst nach den Parlamentswahlen im November zuzulassen.

Bauzá, der noch am Wahlabend erklärt hatte, er bleibe – wie auch immer – Parteichef, hat nun die Konsequenzen aus der Niederlage und der anschließenden parteiinternen Kritik an seiner Amtsführung gezogen. "Jemand muss die Verantwortung auf sich nehmen, und ich mache das im Namen aller", sagte der PP-Chef am Dienstagabend. Er werde jedoch sein Mandat im Balearen-Parlament wahrnehmen.

Parteigründer Gabriel Cañellas, ein Urgestein der Konservativen auf Mallorca, hatte bereits am Montag den Rücktritt der gesamten Führungsspitze und eine Erneuerung der Partei gefordert.

Bauzá verkündete seine Entscheidung im Vorfeld einer Versammlung des Parteipräsidiums am Dienstagabend und kam somit allen Rednern zuvor, die seinen Rücktritt hätten fordern können. Dessen ungeachtet verlangte Cañellas auf der an Spannungen nicht armen Versammlung den sofortigen Rücktritt Bauzás, fand aber für seinen Antrag keine Mehrheit. 

Bezüglich der Frage nach einem möglichen Nachfolger für Bauzá im September berief sich die spanische MM-Schwesterzeitung Ultima Hora auf Spekulationen der Parteimitglieder. Zum einen wurden die Namen von Mateo Isern und Gabriel Company genannt. Ersterer ist Palmas scheidender Bürgermeister und gilt als Widersacher von Bauzá, Letzterer ist balearischer Landwirtschaftsminister. Andere Mitglieder sprachen sich für einen "dritten Weg" aus. Sie fordern einen jungen, "unverbrannten" PP-Kandidaten, der sich bis September erst noch herauskristallisieren müsste.

Die PP verlor bei der Balearenwahl am Sonntag 15 Sitze und kam auf nur noch 20 Mandate. (as)  

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