50 Millionen Euro Urlaubersteuer eingeplant

Palma de Mallorca |

Die Balearen-Regierung will im kommenden Jahr 112 Millionen Euro durch Steuererhöhungen einnehmen. Einen Teil davon sollen die Urlauber auf Mallorca bezahlen. Die Einnahmen aus der beabsichtigten Touristensteuer sollen sich auf rund 50 Millionen Euro belaufen. Das sieht ein Planungsentwurf vor, der für den Haushalt 2016 im Balearen-Parlament eingereicht werden soll, berichtete die spanische Tageszeitung Ultima Hora am Dienstag.

Die Balearen-Regierung will die Steuern erhöhen, da die Vorgaben aus Madrid zum Haushaltsdefizit keine zusätzlichen Schulden erlauben. Mit den Einnahmen durch eine höhere Besteuerung will die Regierung Teile ihres erweiterten Sozialprogramms gegenfinanzieren.

Vorgesehen ist etwa eine Erhöhung der Erbschaft- und Schenkungsteuer. Die Progonse der Vorgängerregierung sah hier für 2015 Einnahmen in Höhe von 74,2 Millionen Euro vor. Die neue Linksregierung rechnet in diesen Fällen für 2016 mit Einnahmen in Höhe von 122,9 Millionen Euro, plus 65 Prozent.

Geplant ist auch eine Anhebung der Vermögensteuer. Sie soll gegenüber dem Vorjahr (48 Millionen Euro) nun 69,4 Millionen Euro erbringen. Der Zuwachs von rund 21 Millionen Euro würde ausreichen, um den errechneten Bedarf für Sozialeinkommen in Höhe von 20 Millionen Euro abzudecken.

Der Posten "Weitere Steuern" soll dem Arbeitspapier zufolge im kommenden Jahr von 86 auf 136 Millionen Euro steigen. Wie Ultima Hora berichtet, sind unter diesem Zuwachs die Einnahmen von der geplanten Touristen-Steuer zu verstehen, die damit rund 50 Millionen Euro betragen würde.

Wann und wie diese Steuer aber konkret im kommenden Jahr in Kraft treten soll, steht noch nicht fest. (as)

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Noch kein Kommentar vorhanden.