Es-Trenc-Strand soll Naturpark werden

Campos, Mallorca |
Fast karibisch sieht der Es-Trenc-Strand vielerorts aus. Nach Angaben der Balearen-Regeriung liegt aber einiges im Argen.

Fast karibisch sieht der Es-Trenc-Strand vielerorts aus. Nach Angaben der Balearen-Regeriung liegt aber einiges im Argen.

Foto: Foto: N. Garcès
Fast karibisch sieht der Es-Trenc-Strand vielerorts aus. Nach Angaben der Balearen-Regeriung liegt aber einiges im Argen. Ist der der Bereich rund um den Strand erst mal Naturpark, stehen nur noch 1500 Stellplätze für Autos zur Verfügung.

Die Balearen-Regierung plant, den Naturschutz am beliebten Es-Trenc-Strand im Süden von Mallorca zu intensivieren. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf, der Anfang Mai ins Parlament eingebracht werden könnte, hat das Umweltministerium am Dienstag präsentiert. Mit Hilfe des Regelwerks soll das Gebiet zu einem Naturpark erklärt werden. Das Ministerium will dadurch die "Verschandelung" und die "Zerstörung der Umwelt" an der Playa verhindern. Insbesondere der unkontrollierte Zugang zu dem Badestrand soll begrenzt werden. Das betrifft in erster Linie Autofahrer.

Der Entwurf sieht unter anderem vor, im Sommer Parkraum für maximal 1500 Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Im Einzelnen sind dies 800 Stellflächen an der Zufahrt Ses Covetes, 300 im Ortskern von Ses Covetes und 400 auf dem Dünenparkplatz, von Ses Salines kommend. Einst boten die Freiflächen Platz für insgesamt bis zu 2000 Autos. Im vergangenen Frühjahr wurde der private Parkplatz in Ses Covetes geschlossen, was im Sommer ein regelrechten Parkchaos an dem Strand verursachte.

Doch der Plan der Regierung geht weiter. Sie will vor allem auch den Strand an sich schützen. Man habe in den vergangenen Jahren aufgrund der Zerstörung von Dünen viel Sandfläche eingebüßt. Die charakteristischen Bunker zum Beispiel, die einst weit entfernt vom Wasser standen und deren Sockel von Sand bedeckt war, befänden sich nun in erster Meereslinie.

Dieses und andere Phänomene seien auf mangelnde Pflege des Strandes und vernachlässigten Umweltschutz zurückzuführen, auch daran will die Balearen-Regierung arbeiten. Die Chiringuitos, also die Strandbuden mit Barbetrieb, müssten nach Umsetzung des Vorhabens den Vorgaben eines Naturparks entsprechen. Tische, Stühle, Liegen und Schirme dürften dann nicht mehr so nahe an den Dünen aufgebaut werden, wie bisher. (cze)

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