Inselrat will Ausnahmen für Ferienvermietung schaffen

Mallorca |
Der Inselrat prüft die Schaffung von Ausnahmeregelungen für die Ferienvermietung auf ländlichem Grund.

Der Inselrat prüft die Schaffung von Ausnahmeregelungen für die Ferienvermietung auf ländlichem Grund.

Foto: Lluc García

Die Novelle des balearischen Tourismusgesetzes sieht vor, dass auf geschütztem ländlichen Grund, also vor allem in den landschaftlich attraktiven Regionen der Insel, keine neuen Lizenzen für die private Ferienvermietung ausgestellt werden dürfen. Gleichwohl lässt es eine Möglichkeit für Ausnahmeregelungen zu. Diese Regelung will nun der Inselrat von Mallorca als Planungsbehörde nutzen, um in Einzelfällen doch noch Ferienvermietungen zu erlauben. Der Inselrat kommt damit den Wünschen von einer Reihe von Bürgermeistern entgegen, berichtete die spanische Tageszeitung Ultima Hora am Mittwoch.

Ziel der Inselratsdezernentin für Flächennutzung, Mercedes Garrido, sei dabei nicht eine allgemeine Freigabe der Vermietung auf geschütztem ländlichen Grund ("suelo rútico protegido"). Vielmehr gehe es darum, Ausnahmeregelungen für historische Anwesen und Landgüter zu erwirken, um auf diese Weise zu ihrer Bewahrung beizutragen. Der Wunsch für diese Ausnahmeregelungen sei vor allem aus Gemeinden des Tramuntana-Gebirges an den Inselrat herangetragen worden. Mit den Einnahmen aus der Vermietung könnten die Eigentümer Mittel erhalten, um ihre Immobilien vor dem Verfall zu retten.

Der Inselrat arbeitet derzeit Pläne aus, in denen Zonen festgelegt werden, in denen wiederum die touristische Ferienvermietung zugelassen oder verboten wird. Der sogenannte "Plan für Eingriffe in touristische Bereiche" (PIAT) solle erstmals am 11. Januar im Inselrat zur Abstimmung vorgelegt werden. (as)

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Hajo Hajo / Vor über 2 Jahren

Servus Mike, Ja, ist schon klar. :-))

Wünsche Dir und allen anderen einen guten Rutsch und viel Glück im neuen Jahr. !!! Hajo

Mike / Vor über 2 Jahren

Moin Hajo. Ich habe ´was´ vergessen? Lies nochmal meine 2 letzten...^^

Hajoi Hajo / Vor über 2 Jahren

Maria@ Mike@, Ihr habt aber vergessen, dass der frühere Ferien-Mietmarkt nicht mal annähernd solche Ausmasse hatte, wie er durch die Vermietportale und TV-Werbung heute erreicht hat. Erst dadurch wurden ja potenzielle Vermieter aufmerksam gemacht, die vorher nicht so recht wussten, wie sie das am bequemsten ausführen sollten und den Aufwand scheuten. Airbnb hat ihnen ja die meiste Arbeit abgenommen. Somit ist es schon richtig, dass der Markt besonders vom Marktführer airbnb ins heutige Ausmass geführt wurde. Dieser hat aber dem neuen Gesetzt zugestimmt und verlangt von allen Vermietern die Registriernummer, die im Angebot dann ausgewiesen wird. Um diese Registrierung zu erhalten, muss der Vermieter vorstellig werden und offen legen, wo sich das Objekt befindet. Danach verweigert oder erteilt das Amt eine Registrierung. Der Vermieter wird somit automatisch auch dem Fiskus bekannt, womit sich auch dieses Problem erledigt. Dahin soll jedenfalls das neue Gesetz führen. Es bleibt abzuwarten, wie und ob das klappt.

Mike / Vor über 2 Jahren

Maria, na klar doch, was waren das noch für unsägliche Zeiten, als "Printblättchen" wie die Cosmopolitan, Zuhause wohnen, die Angelwoche und Co. hier den Mietmarkt durcheinander-, und die Mallorquiner aus ihrem angestammten Umfeld gewirbelt haben. Ein Blick zurück ins MM- oder MZ-Archiv anno 1997 gleicht da glatt einer Reise ins mietrechtliche Jammertal. *bwahahahah

Maria / Vor über 2 Jahren

@Mike - "erst mit AirBnB ist das Thema Ferienvermietung aus dem Ruder gelaufen": Quatsch. Schon vor AirBnB-Zeuten wurden massenhaft und unkontrollierbar Fewos zB. in Deutschland und UK in Printblättchen aller Art mit Kleinanzeigen angeboten. Mit AirBnB und anderen Verhauerportalen wurde das Schwarzgeldgeschäft massiert systematisiert. - Gut, dass jetzt eine Kontrolle eingerichtet wird. Hoffentlich endet sie nicht in Oberflächlichkeit, wie viele "Maßnahnen" hier auf Mallorca.

MIke / Vor über 2 Jahren

Kurt, erst mit AirBnB ist das Thema Ferienvermietung aus dem Ruder gelaufen, und nachdem AirBnB (2008 gegründet) erst 2011 nach Europa expandierte, könnte es sich lohnen nochmal die von dir in den Raum geworfenen 30 Jahre zu überdenken^^

Kurt / Vor über 2 Jahren

@Dieter Peters, sehe ich auch so. Überall ist es auch möglich, die Steuern entsprechend abzuführen, nur hier nicht! Selbst Nachfragen beim hiesigen Finanzamt haben vor Jahren schon kopfschütteln hervorgerufen...Wen wunderts, wenn dann schwarz vermietet wird... Minimum 30 Jahre hat man allerdings gerne die Gelder, die diese Touristen in Ferienwohnungen mehr ausgegeben haben, ins Steuersäckel gestopft, wohlwissend, woher die Penunzen stammen!!

Hajo Hajo / Vor über 2 Jahren

Servus Mike@ sehr richtig. Der Mann lebt nicht auf dieser Welt und informiert ist er auch nicht. Denn sonst würde er wissen, das der EUGH eine Klage gar nicht an nimmt. Denn das Gemeinwohl, speziell auch in diesem Falle der Lärmbekämpfung in den urbanen Quartieren, regeln die Kommunen in ganz Europa laut ihrer Verordnungen und Gesetze selbst. Natürlich auch die Genehmigungen und Auflagen für eine Gewerbeausübung.

Hajo Hajo / Vor über 2 Jahren

Dieter@ haben sie ein Leseproblem oder warum begreifen Sie nicht, um was es bei der Ferien-Vermietung geht? Würden sie es als Mieter in einem Mehrfamilienhaus dulden, das eine Wohnung neben Ihnen zum Taubenschlag wird und alle paar Tage neue Bewohner hat und der Hausfrieden gestört wird? Die Urlauber müssen am nächsten Tag nicht um 5 raus und zur Arbeit . Denen ist das Wurscht, wenn sie bis spät nachts noch feiern.- Ausser dem geht es darum, dass die illegale Vermietung und die Steuerhinterziehung bekämpft werden sollen.. Wer vermieten will, soll ein Gewerbe anmelden und die Registrierung durchführen lassen, so wie gesetzlich gefordert. Und es spielt keine Rolle, WO der Eigentümer seinen Lebensmittelpunkt hat. Einige glauben, wenn sie in DE wohnen und alles über Internet abwickeln gälte das nicht für sie. Weit gefehlt, der Deutsche Fiskus wartet nur auf Nachrichten von den Kollegen von der Insel und dann ist es zu spät. Und wer als Betreuer für Vermieter auf der Insel wohnt kann das ja tun, muss aber seine Einnahmen auch versteuern. Es gibt schon zu viel Schwarzarbeit auf der Insel.

Mike / Vor über 2 Jahren

Dieter, falsch. Ob Italien, Deutschland oder Amerika, überall haben bereits Großstädte die Reissleine gezogen und die touristische Vermietung in klassischem Wohnraum untersagt.