Homophobe Beleidigung bei der ITB in Berlin

| Berlin / Palma de Mallorca |
Mallorcas Inselratspräsident Miquel Ensenyat.

Mallorcas Inselratspräsident Miquel Ensenyat.

Foto: Ultima Hora

Mallorcas Inselratspräsident Miquel Ensenyat ist bei der Tourismusmesse ITB in Berlin offenbar schwulenfeindlich beleidigt worden.

Ein Hotelier soll den Politiker der grünlinken Regionalpartei Més in einem Gespräch mit Dritten als "verdammte Schwuchtel" ("puto maricón") bezeichnet haben, berichtet die Tageszeitung Ultima Hora. Ensenyat selbst thematisierte den Vorfall bei einer Sitzung des Inselrats. "Von solchen Worten voller Gewalt und Intoleranz ist es nicht weit zur körperlichen Aggression", sagte der Vorsitzende, der bei den im Mai anstehenden Regionalwahlen Spitzenkandidat auf Balearen-Ebene ist.

Hintergrund ist möglicherweise der latente Streit um die Abgabe für nachhaltigen Tourismus im Stil einer Kurtaxe ("Ecotasa"), der zwischen den Hotelbetreibern und dem auf Mallorca regierenden Linkspakt schwelt. Bei der ITB hatten einige Hoteliers sich im Übrigen auch dramatisch zur angeblich sehr schlechten Buchungslage für den Sommer geäußert. Reiseveranstalter wie Thomas Cook, FTI oder Alltours zeigten sich hingegen leicht optimistisch. Die Frühbucherrabatte wurden jedenfalls vorsorglich bis Ende April verlängert.

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frank / Hace 8 months

Das waren noch Zeiten, wo man ohne schlechtes Gewissen eingeredet zu bekommen ein Zigeunerschnitzel bestellen konnte.Beleidigungen unabhängig gegen wen oder was sind nicht schön und respektlos.Aber man kann alles übertreiben.Ich warte schon drauf, daß die Wörter Hamburger, Berliner,Bremer,"Jäger-"Schnitzel &Co. auch irgendwann einer Zensur unterliegen.Ob das alles in die richtige Richtung läuft, darf bezweifelt werden.