Botschafter vertraut auf Gesundheitsbehörden in Österreich und auf Mallorca

| | Mallorca |
Hoher Besuch: Christian Ebner wurde im Sitzungssaal der Verlagsgruppe Serra von Präsidentin Carmen Serra (r.) empfangen.

Hoher Besuch: Christian Ebner wurde im Sitzungssaal der Verlagsgruppe Serra von Präsidentin Carmen Serra (r.) empfangen, wo sich der österreichische Botschafter über eine Stunde den Fragen der Tageszeitung „Ultima Hora” und des Mallorca Magazins stellte. Begleitet wurde Ebner von Honorarkonsul Carlos Anglada aus Palma (M.). Das Treffen fand am 29. Juni statt.

Foto: Teresa Ayuga

Mallorca Magazin: Herr Botschafter Ebner, was führt Sie nach Mallorca?

Christian Ebner: Mallorca ist ein beliebtes Reiseziel der Österreicherinnen und Österreicher. Viele warten sehnsüchtig darauf, wieder auf die Insel zu kommen, um die Gastfreundschaft genießen zu können und Erholung zu finden. Ich bin hier, um mich über die aktuelle Lage nach Ende des Alarmzustandes zu informieren.

MM: Halten Sie Mallorca nach den von den Behörden und Unternehmen ergriffenen Maßnahmen für eine sichere Reisedestination in Bezug auf das Coronavirus?

Ebner: Ich bin davon überzeugt, dass alles daran gesetzt wird, möglichst sichere Rahmenbedingungen für einen bedenkenlosen Urlaub zu schaffen. Es bedarf dafür guter Zusammenarbeit, Umsicht und der Verantwortung aller, auch der Gäste.

MM: Ischgl wurde zu einem Synonym für Covid-19 in Bezug auf Österreich. Welche Schlüsse lassen sich daraus ziehen?

Ebner: Wir lernen täglich mehr über das Virus und können so unsere Reaktionen besser steuern. Die allgemeine Situation in Österreich ist tatsächlich beispielhaft. In der jüngsten Studie der Economist Intelligence Unit (EIU) über Covid-19 Schutzmaßnahmen nimmt Österreich weltweit den erfreulichen zweiten Platz hinter Neuseeland ein.

MM: Besteht die Gefahr, dass Mallorca zu einem zweiten Ischgl werden könnte?

Ebner: Es sind immer unterschiedliche Faktoren ausschlaggebend, die zur Verbreitung des Virus beitragen können. Ein direkter Vergleich würde zu falschen Schlussfolgerungen führen. Ich vertraue hier wie dort auf die Gesundheitsbehörden, die bestmöglichen Maßnahmen für den größtmöglichen Schutz ergreifen.

MM: Hat die Pandemie seit März die Beziehungen zwischen beiden Staaten beeinflusst?

Ebner: Das Virus kennt keine Grenzen und betrifft uns alle. Daher haben wir auf europäischer Ebene intensiv Informationen ausgetauscht und uns in unseren Maßnahmen eng abgestimmt. Covid-19 hat uns trotz geschlossener Grenzen näher zusammengebracht.

MM: Wie ist das Image von Mallorca in Österreich? Gilt das Eiland dort als „Ballermann-Insel” oder wird es differenzierter wahrgenommen?

Ebner: Die Insel ist vor allem für ihre Vielfalt bekannt. Jeder kann hier etwas für sich finden, auch wenn er anfangs vielleicht gar nicht danach gesucht hat. Die Natur, das Meer, die vielen verschiedenen Sportmöglichkeiten oder Rückzugsorte, um sich zu erholen oder künstlerisch zu betätigen.

MM: Wie bewerten Sie den Anteil österreichischer Immobilienbesitzer in Spanien und auf Mallorca?

Ebner: Wachsend. Das Interesse gerade an Mallorca hat zugenommen. Die Insel verfügt über eine gute Infrastruktur und lässt immer mehr österreichische Bürger über den Kauf von Immobilien auf Mallorca nachdenken. Wir müssen aber auch hier abwarten, um die Folgen der Pandemie beurteilen zu können. Die Schätzungen, die ich lese, sprechen von einem kurzfristigen Rückgang, aber mit einer optimistischen mittel- und langfristigen Wiederbelebung.

Das vollständige Interview mit Botschafter Christian Ebner lesen Sie in der aktuellen MM-Ausgabe (27/2020) oder auf E-Paper

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Majorcus / Vor 1 Monat

Nun ja - wer vertraut schon einer Verwaltung, die nicht regelmäßig repräsentative Sichproben auf VoVid-19 untersucht? Ach, Wirtschaft ist wichtiger als Gesundheit, na, dann ist ja alles in Ordnung ...