Die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol. | Ultima Hora

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Die Regierung von Mallorca und den Nachbarinseln denkt im Moment nicht daran, bei der Zentralregierung in Madrid einen sogenannten "Toque de queda" anzufordern. Das verlautete am Dienstag aus Kreisen des "Govern".

Bei der Maßnahme handelt es sich um eine besonders rigorose nächtliche Ausgangssperre. Die Entwicklung des Krankheitsgeschehens auf den Inseln verläuft erheblich besser als in bestimmten Festlandsgegenden wie der Hauptstadt.

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Nach einer Äußerung des spanischen Gesundheitsministers Salvador Illa über einen bei dieser Maßnahme eventuellen neuen Alarmzustand für das gesamte Land glättete Ministerpräsident Pedro Sánchez ein wenig die Wogen. In Rom sagte der Politiker, dass man erst einmal formell die Bitte der Regierung der Autonomieregion von Madrid erhalten wolle, einen "Toque de queda" ausrufen zu dürfen.

Danach müsse man bei einer Sitzung in der kommenden Woche mit sämtlichen anderen Regionalregierungen erst einmal darüber sprechen.

Illa hatte die Idee ins Spiel gebracht, einen neuerlichen Alarmzustand für Spanien zu dekretieren, um solche lokalen nächtlichen Ausgangssperren überhaupt rechtlich gesichert auszurufen zu können.