EU-Staaten einigen sich auf gemeinsame Standards für Schnelltests

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Corona-Krankenschester mit Antigen-Tests.

Corona-Krankenschester mit Antigen-Tests.

Foto: Ultima Hora

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die EU-Staaten gemeinsame Standards für die schnellen Antigen-Tests. Man brauche die gegenseitige Anerkennung der Tests und ihrer Ergebnisse, sagte EU-Ratschef Charles Michel am Donnerstag nach Video-Beratungen mit den EU-Staats- und Regierungschefs.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sagte am Donnerstagabend, die Schnelltests müssten mindestens bei vier von fünf Infizierten anschlagen. Es gebe viele verschiedene Tests unterschiedlicher Qualität auf dem Markt, deshalb brauche es einen gemeinsamen EU-Rahmen für die Anerkennung der Tests, die zusätzlich zu den aufwendigeren PCR-Tests genutzt werden sollten. Die EU-Kommission will eine Bewertung der Tests vornehmen.

Von der Leyen kündigte zudem ein Pilotprojekt für ein digitales Rückreiseformular an, an dem sich zunächst zwei EU-Staaten beteiligten. Darüber hinaus könnten zwölf weitere Länder mitmachen, weil sie bereits ein technisch kompatibles Formular nutzten. Auch Deutschland hat bereits ein digitales Formular, das ausgefüllt werden muss, wenn man von Auslandsreisen zurückkehrt.

Um keine dritte Corona-Welle zu riskieren, sollten die jetzigen Einschränkungen nur vorsichtig und schrittweise gelockert werden, betonten Michel und von der Leyen. Man habe gelernt, dass zu hastiges Lockern negative Auswirkungen auf die epidemiologische Lage habe, sagte von der Leyen. Deshalb werde die EU-Kommission einen Vorschlag für einen schrittweisen Ansatz vorlegen. "Das wird sehr wichtig sein, um das Risiko einer weiteren Welle zu vermeiden."

"Wir setzen unsere Anstrengungen fort, die Bürger über Impfungen informiert zu halten", fügte sie hinzu und verwies auf weitere Gespräche auch mit den Impfstofffirmen Moderna und Novavax. Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel verwies auf den Versuch und die Notwendigkeit, sich enger abzustimmen. Man habe sich unterhalten, "welchen Punkt wir anstreben, um dann Maßnahmen wieder zu lockern", sagte sie. Zudem hätten die Regierungschefs die Schwierigkeiten diskutiert, dann die Infektionszahlen auf einem so niedrigen Niveau zu halten, dass man keine dritte Welle auslöse. Das werde sehr schwierig.

Man habe sich an einer Inzidenz von 50 orientiert. Dies bedeutet, dass es 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen gibt. "Deshalb ist es sehr sinnvoll, sich auszutauschen", betonte Merkel. Alle EU-Staaten stünden unter einem "sehr hohen Druck", weil sie den Bevölkerungen über einen längeren Zeitraum Kontaktbeschränkungen zumuten müssten.

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Engel Aloisius / Vor 9 Tage

EU und gemeinsam

Das ist doch im Duden gar nicht vorgesehen 😈

Roland / Vor 10 Tage

@ Mario

Das ist genau die Frage, die ich mir auch schon seit Monaten stelle. **** Gute Nachrichten! Wir haben Glück, dass es einigen brillanten Wissenschaftlern bereits gelungen ist, die anhaltende Korona-Panik ein wenig zu beruhigen. Der berühmte Prof. John PA Ioannidis überprüfte größere Covid-19-Seroprävalenz-Studien weltweit und schätzte die Infektionsfatilitätsrate (IFR) jeder Studie, indem er die regionale Anzahl der COVID-19-Todesfälle durch die Anzahl der Menschen teilte, die in diesen Regionen  schätzungsweise infiziert waren. Unter Berücksichtigung einiger relevanter Confounder und Unsicherheiten fand er heraus, dass die Infektionsfatilitätsrate (IFR) von Covid-19 fast die gleiche sein könnte wie die einer normalen Grippe. Wir wissen aber durch langjährige Forschungen, dass Unterarten von hCov, IVA, IVB, hMPV, hPIV, hRSV, hRV, hAV und anderen Atemwegsviren zusammen auftreten oder sich jeden Winter die Spikes in die Hand geben, um uns das zu bringen, was wir als "Grippe" zusammenfassen. Wenn wir die Todesfälle durch Grippe berechnen, zählen wir normalerweise alle zusammen und erhalten undifferenziert eine Letalität, die etwa 0,1% beträgt. Das Gleiche tun wir, wenn wir die Todesrate bei Autounfällen berechnen, bei denen wir auch nicht unterscheiden, ob die Opfer bei einem Unfall mit einem Porsche, einem Toyota, einem Volkswagen oder einem Peugeot zu Tode kamen. Auch bei Unfällen sind oft mehrere Fahrzeugmarken gleichzeitig beteiligt. So auch bei ARI und ILI. Am meisten haben Kinderärzte berichtet, dass z.B. Coronaviren sehr oft mit Influenza und anderen Virusinfekten einhergehen. Es gibt Hinweise darauf, dass in fast der Hälfte der Fälle, in denen Coronaviren gefunden werden, auch andere Virusspezies vorhanden sind und pathogenetische Kofaktoren sein könnten. Wir sollten also immer die Tatsache berücksichtigen, dass viele Fälle von ILI oder ARI gleichzeitig von Covid-19 und anderen Virusarten ausgelöst werden können. Ich habe den Eindruck, dass viele Wissenschaftler durch Porsches, sorry, durch SARS-CoV-2 in ihrer Aufmerksamkeit gefangen sind. Aber wenn andere Viren einen gewissen Anteil an den tödlichen Fällen hätten, die derzeit Covid-19 zugeschrieben werden , dann wäre die Sterblichkeit von Koronainfektionen bei weitem geringer. Da Coronavirusinfektionen immer ein Teil der "Grippe"-Infektionen ausmachen, sollte es unmöglich sein, dass ihr Anteil größer wird ,als der aller Atemwegsviren zusammen.

(Dr. Wolfgang Wodarg, 28.10.2020)

*** Klar gibt es mehr Corona-Fälle, da mehr getestet wird. Wenn es mehr IQ-Tests gäbe, hätten wir auch mehr Idioten.😉

Carlos / Vor 11 Tage

Jetzt schon eine 3. Welle ??? Wie lustig....aber es gibt bestimmt auch irgendwelche Leute, die Politikern noch glauben.

Mario / Vor 12 Tage

Die Senatsverwaltung für Gesundheit hat bestätigt, dass PCR-Tests eigentlich nicht in der Lage sind, eine Infektion im Sinne des Infektionsschutzgesetzes festzustellen. Mit anderen Worten...es gibt keinen Nachweis für die immer wieder genannten Neuinfektionen ...es gibt keinen Beleg für die täglich erwähnten "20.000 Neuinfektionen" in Deutschland oder sonst wo auf diesem Planeten. Ist das also einfach alles nur ein riesen Fehler gewesen und man wusste nicht was man tut? ...oder steckt Absicht und Berechnung dahinter?