Bischof von Mallorca attackiert Sánchez-Regierung frontal

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Mallorcas Bischof Sebastià Taltavull.

Mallorcas Bischof Sebastià Taltavull.

Foto: Ultima Hora

Der Bischof von Mallorca, Sebastià Taltavull, hat die sozialistische spanische Zentralregierung unter Pedro Sánchez in seiner Weihnachtsbotschaft an die Gläubigen unerwartet frontal attackiert. Man wolle "Freiheiten einschränken", wurde der Kirchenmann am Donnerstag in Lokalmedien zitiert.

Taltavull bezog sich auf ein neues Schulgesetz, das angeblich die Wahlfreiheit der Eltern bei der Erziehung einschränken soll. Dagegen gab es auch auf Mallorca bereits Proteste. Madrid wolle das Fach Religion von den Stundenplänen verbannen, so der Kirchenmann.

Außerdem geißelte der Bischof ein geplantes Gesetz, dass Menschen das freiwillige Ausscheiden aus dem Leben erleichtern soll. Dies richte sich gegen Grundrechte. Sollte das Gesetz in der kommenden Woche verabschiedet werden, wäre Spanien nach den Niederlanden, Belgien und Luxemburg das vierte Land in Europa, das aktive Sterbehilfe straffrei macht. In Deutschland ist die aktive Sterbehilfe durch Paragraf 216 des Strafgesetzbuchs unter Strafe gestellt, wenngleich seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom Februar die Beihilfe zum Suizid nicht mehr strafbar ist. (it)

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Majorcus / Vor 1 Monat

@#Klaus: Bitte besuchen Sie Nordkorea und vergessen nicht, dort vom Hotel aus kritische Posts über den Staat zu verfassen xD Gute Reise! @Michael Düsseldorf: Von Ihnen als bekannten Wissenschaftsleuger und aktivem Klima-Zerstörer war nicht mehr zu erwarten ... Klima geht Alle an! UNIte behind the science!

Michael Düsseldorf / Vor 1 Monat

Na ja, manche Werte und Normen des Christentums sind fundamtental für die Entwicklung eines friedlichen Zusammenlebens. Und manchmal ist es mir lieber, Gott regelt das mit dem Klima als so mancher selbst ernannte Klimawandelschützer ;-)

#Klaus / Vor 1 Monat

Er sagt aber auch das von der Regierung Religionsverbot ausgesprochen wird. Haben wir bald das in der EU das in Nordkorea ist Religion unter Strafe verboten und ab ins Gefängnis?

Michael Düsseldorf / Vor 1 Monat

Ich bin für eine Möglichkeit aktiver Sterbehilfe.

Majorcus / Vor 1 Monat

Ein neuer, hier spanischer Tebartz-van Elst? Kann man von einem führenden Vertreter der größten und reichsten Organisation der Welt, die seit zweitausend Jahren von Glauben statt Wissen(schaft) lebt "ein paar Jahre" nach der Aufklärung mehr erwarten? Vor ein paar Jahrhunderten hat die Kirche zu Kreuzzügen aufgerufen, wie lange wohl der Kindesmißbrauch vertuscht wurde - hundert, zweihundert Jahre oder doch etwas länger ...? Ähnlich wie die Klimazerstörer & die Corona-Gefährder hat dieser Mann die Zeichen der Zeit nicht verstanden: modern & solidarisch die Gesellschaft weiterentwickeln - hoffentlich zieht Rom schnell Konsequenzen wie bei Tebartz-van Elst. Es wird sich sicher in einem sehr abgeschiedenen spanischen Kloster eine passende Büßer-Zelle finden. Das Immobilien-Vermögen der Kirche ist schließlich unermesslich ... @walli: Ihre Frage belegt Ihre Kompetenz ...

wala / Vor 1 Monat

@Carmen Welsche "Einschränkungen" haben Sie denn erfahren, nachdem Sie auf der Welt waren? Gehen Sie mal in sich!

Carmen / Vor 1 Monat

Ausgerechnet (!) ein "Kirchenmann" wirft anderen vor, "Freiheiten einzuschränken", ausgerechnet ein Kirchenmann, wo die Kirchen den Menschen die Freiheiten von Geburt an einschränken - und die Kirchenmänner sich selbst die schlimmsten Freiheiten nehmen.