Sánchez unter anderem mit der Balearen-Ministerpräsidntin Francina Armengol (M.) und der Vertreterin der Zentralregierung Aina Calvo (l.) vor der Presse.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat Mallorca einen Besuch abgestattet und Steuer-Erleichterungen für Selbstständige, Unternehmer und auch Nicht-Residenten angekündigt. Diese würden gewährt, wenn Produktionskapazitäten ausgebaut oder neue Arbeitsplätze auf den Inseln geschaffen werden, sagte der sozialistische Politiker vor Journalisten.

Hinzu kommen Nachlässe zwischen zehn und 20 Prozent für Firmen folgender Bereiche: Viehzucht, Fischerei, Industrie und Landwirtschaft. Die Unternehmen müssen ihre Produkte auf den Inseln herstellen. Die Erleichterungen sind Teil einer Sonderregelung, die "Régimen Especial Balear" (REB) genannt wird.

Die Insel-Regierung geht davon aus, dass Madrid 349 Millionen Euro dafür aufbringt. Bei 208 Millionen handelt es sich um direkte steuerliche Anreize für 47.000 Unternehmen und 71.000 Selbständige. Sánchez kündigte zudem 20 Millionen Euro für die geplante Straßenbahnverbindung von Palma zum Flughafen an.

Das sogenannte REB gibt es bereits seit dem Jahr 2019. Am Anfang gab es lediglich Vergünstigungen für innerspanische Reisen. Wer auf den Inseln gemeldet ist, darf einen Rabatt von 75 Prozent in Anspruch nehmen.