Deutscher ficht Insolvenz-Vereinbarung an

Gläubiger fordert Überprüfung des Abkommens

Die Firma Delta Sport Spain hat Real Mallorca jahrelang mit Trikots ausgestattet und bekommt noch rund 600.000 Euro von dem Klub.

Foto: Foto: Patricia Lozano

Die Rettung des finanziell angeschlagenen Fußballklubs Real Mallorca steht wieder auf der Kippe. Einer der Hauptgläubiger hat Einspruch gegen die Insolvenzvereinbarung eingelegt.

Wie die Tageszeitung "Ultima Hora" berichtet, hat der deutsche Inhaber der Firma Delta Sport Spain, Armin Karg, das am 13. Dezember geschlossene Abkommen vor Gericht angefochten.

Die zuständige Richterin muss nun eine Entscheidung treffen: Lässt sie den Einspruch zu, ist die Einigung mit den Gläubigern hinfällig und die Zukunft des Klubs wieder völlig offen. Im schlimmsten Fall droht die Auflösung des Klubs.

Am 13. Dezember hatte eine Mehrheit der Gläubiger für die Insolvenzvereinbarung gestimmt. Nicht so Armin Karg und weitere Personen. Die Vereinbarung sieht einen Schuldenverzicht von 50 Prozent sowie die Rückzahlung der Restsumme im Laufe von fünf Jahren vor.

Durch das Abkommen waren die Schulden des Klubs von etwa 60 auf etwa 40 Millionen Euro reduziert worden. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung sollte das Insolvenzverfahren abgeschlossen werden, das der Klub im Februar 2010 beantragt hatte.

Wenige Tage nach Unterzeichnung des Abkommens war bekannt geworden, dass Real Mallorca beim Transfer eines Spielers vor der laufenden Saison neben der Ablösesumme an den abgebenden Klub in Höhe von 750.000 Euro eine weitere Million Euro an den Berater des Spielers überwiesen hatte.

Dies ist laut Medienberichten einer der Hauptgründe für den Einspruch gegen die Insolvenzvereinbarung.

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