Ende für Völler-Fußballschule

Event zum 15. Geburtstag ist gleichzeitig der Schlusspunkt

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Erste Platzbesichtigung, Anfang 1997: Völler mit Andrés Vives, Chef des Clubs Can Simó in Cala Millor, wo sich die Fußballschule

Erste Platzbesichtigung, Anfang 1997: Völler mit Andrés Vives, Chef des Clubs Can Simó in Cala Millor, wo sich die Fußballschule zunächst befand.

Erste Platzbesichtigung, Anfang 1997: Völler mit Andrés Vives, Chef des Clubs Can Simó in Cala Millor, wo sich die FußballschuleIm August 2002 ist es besonders voll gewesen bei "Ruuudis" Besuch in der Fußballschule. Völler war gerade als Teamchef mit DeutsTagesgeschäft: Michael Kutzop ist Leiter der Fußballschule. Er spielte mit Rudi Völler zusammen in Offenbach und Bremen.

Alles vorbei: Bis zum 26. Oktober trainieren noch Kinder in der von Neckermann-Reisen betriebenen Rudi-Völler-Fußballschule in Cala Millor. Dann ist die Saison zu Ende. Und eine weitere wird es nicht geben.

Auf MM-Anfrage bestätigte Mathias Brandes, Sprecher des Touristik-Konzerns Thomas Cook, zu dem Neckermann-Reisen gehört, dass es die "Super Soccer" genannte Fußballschule im kommenden Jahr nicht mehr geben wird. Vor einigen Wochen hatte Brandes' Unternehmen darüber informiert, dass man am 3. September den 15. Geburtstag der Fußballschule feiern wolle. Bei dieser Gelegenheit wird nun auch das Ende des Projekts offiziell verkündet.

Einer der Gründe, warum Schluss ist, hängt mit der Infrastruktur zusammen. Trainiert wird seit Jahren auf dem Rasenplatz am Hotel Monte Safari. Brandes: "Im kommenden Jahr wird das Monte Safari kein Neckermann-Hotel mehr sein. Und wenn wir dieses Hotel nicht mehr haben, dann macht das ganze Produkt keinen Sinn mehr. Außerdem muss man generell immer mal wieder neu nachdenken über Sportprodukte."

Rudi Völler, Fußball-Idol und aktuell Sportdirektor von Bayer Leverkusen, meinte am Mittwoch gegenüber MM: "Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Hätte mir 1997 jemand gesagt, das Ganze würde fünf Jahre laufen, den hätte ich für verrückt erklärt. Jetzt sind es 15 Jahre und die Kinder rennen uns immer noch die Bude ein. Es war eine tolle Sache für alle Beteiligten."

Bei der Rudi-Völler-Fußballschule handelt es sich nicht um eine "Schule" im eigentlichen Sinne. Es ist ein touristisches Angebot, das bei Neckermann-Reisen gebucht werden kann, wie zum Beispiel eine Inselrundfahrt. Wenn in Deutschland Ferien, also Kids aus Alemania auf der Insel sind, ist die Fußballschule in Betrieb. Von Montag bis Freitag üben die kleinen Kicker jeweils zwei Stunden mit bekannten Ex-Profis und namhaften Trainern. Das kostet zurzeit 169 Euro pro Kind und Woche, diverse Souvenirs wie Fankappe, Rucksack, Erinnerungsfoto oder Super-Soccer-Trikot inklusive.

Rudi Völler gibt für die Fußballschule vor allem den klingenden Namen. Geleitet wird der Betrieb von Ex-Profi Michael Kutzop, einem engen Freund des ehemaligen DFB-Teamchefs aus gemeinsamen Offenbacher und Bremer Profi-Jahren. Zu den Trainern, die sich auf "Kutzis" Einladung im Laufe der Jahre in Cala Millor einfanden, gehören zum Beispiel Heinz Gründel, Rudi Bommer, Uwe Reinders, Uwe Bein, Eike Immel, Jörn Andersen, Holger Fach, Guido Buchwald, und, und, und ...

Rudi Völler schaute nur von Zeit zu Zeit vorbei. Im vergangenen Jahr und in der laufenden Saison war er gar nicht da. "Ich habe viel zu tun, bin Sportdirektor von Bayer Leverkusen." Außerdem ist Völler "halber Italiener", wenige freie Tage verbringt er gerne mal in Rom. "Aber Michael Kutzop hat die Schule ja geleitet und alles im Griff gehabt."

Im Laufe der Jahre hat sich um Kutzop herum ein festes Team gebildet. Mitarbeiter der Fußballschule und vor allem Trainer, die immer wieder eingeladen wurden. Wie MM erfuhr, soll daran gearbeitet werden, dass Cala Millor die Fußballschule in irgendeiner Form erhalten bleibt, möglicherweise mit neuen Partnern.

Auch im Leben von Rudi Völler wird Mallorca weiterhin eine (kleine) Rolle spielen: "Ich bin sehr gerne auf der Insel – wenn es meine Zeit erlaubt."

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Nicole Schulz / Vor über 6 Jahren

Das ist aber schade! Unser Sohn Fabian war 2011 in der Fußballschule. Fabian hat dort sehr viel Spaß gehabt, viel gelernt und tolle Sachen bekommen! Liebe Grüße und vielen Dank an alle Trainer, die die Schule betreut haben! Liebe Grüße und weiterhin alles erdenklich Gute. Familie Schulz aus Tönisvorst (Krefeld)

Hermann / Vor über 6 Jahren

Wenn der DFB oder die FIFA nicht zu sehr mit sich selbst (Profifußball)beschäftigt wären, könnten sie dieses Projekt übernehmen, oder zumindest fördern. Wäre "Breitensport". Auch Uli Hoehnes könnte sich einbringen, oder Sepp Blatter.

Lamowski Bodo / Vor über 6 Jahren

Es gibt schon kuriose Dinge im Leben,da wird doch ein Geburtstag mit einer Trauerfeier zusammengelegt!Die Stadt Bochum hat ihre Diensthandys mit der der Herstellerfirma Nokia festgemacht!