Vor dem Schwimmen ein schönes Schlammbad

| Llucalcari, Mallorca |
 Diese Familie aus Sóller kommt im Sommer regelmäßig nach Es Canyaret

Diese Familie aus Sóller kommt im Sommer regelmäßig nach Es Canyaret. Ein Bad in der Tonerde gehört für sie immer dazu.

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 Diese Familie aus Sóller kommt im Sommer regelmäßig nach Es CanyaretSteile Holzstiege führen zu den Buchten: Fitness ist hier gefragt. Es Canyaret besteht aus mehreren felsigen Buchten.Sogar die Dusche ist natürlich: Aus ihr fließt eiskaltes Quellwasser.

Es gibt es immer noch, das ganz ursprüngliche Mallorca. Wer es erleben möchte, für den lohnt sich ein Ausflug zum Strand von Llucalcari, Es Canyaret. Der Strand, der gar keiner ist, liegt zwischen Deià und Sóller. Eine gewisse Fitness ist nötig, um hinzukommen und ihn zu genießen.

Ausgangspunkt ist Llucalcari, drei Kilometer nördlich von Deià. Der kleine Weiler besteht aus knapp zwanzig pittoresken Dorfhäusern und fünf Wachtürmen, in denen in früheren Jahrhunderten Männer nach den Korsaren Ausschau hielten. Von Llucalcari führt ein Waldweg in einer guten Viertelstunde zur Felsbucht Es Canyaret. Der steinige Pfad fällt am Ende steil zum Meer ab. Stiege aus schmalen Baumstämmen verhindern das Abrutschen.

"Der Zugang ist beschwerlich, aber man wird belohnt. Für uns ist Es Canyaret mit die schönste Ecke der Insel, abgeschieden und nie überlaufen", meinen die deutschen Urlauber Rüdiger L. und Wiebke R..

Es Canyaret teilt sich in mehrere kleine Buchten auf. Sand gibt es nicht. Der Boden ist steinig mit zum Teil mächtigen Felsen, auf denen Besucher Handtücher ausbreiten und den Blick auf die Brandung und die Steilküste gen Westen und Osten genießen. Heute sei das Meer sehr stürmisch, meint die Mallorquinerin Catalina Moyà. Aber sonst könne man hier wunderbar schwimmen. "Das Wasser ist ganz klar und voller Fische."

Was bei einem Besuch nicht fehlen darf, ist das Baden in rotem Ton. Eine Familie aus Sóller bereitet sich gerade darauf vor. An einer Stelle der Bucht sprießt eine Quelle aus der Felswand und bildet Pfützen am Boden. Dort stehen Mutter und Kinder und reiben sich von Kopf bis Fuß mit der nassen Erde ein. "Kommen Sie und probieren Sie es aus", rufen sie. "Sie werden sehen, die Haut fühlt sich nachher samtig weich an." Die rote Erde habe feuchtigkeitsspendende und entspannende Wirkung.

Gesagt, getan. Nach dem Einreiben muss der Ton auf der Haut eintrocknen und dann geht's zum Abspülen ins Meer. Das Gehen auf den Steinen piekst ziemlich an den Fußsohlen. Erfahrene Besucher sind vorbereitet und tragen Schwimmschuhe. Die Mallorquinerin hat recht. Die rote Erde tut der Haut sehr gut.

Im östlichsten Teil der Bucht treffen sich gerne Nacktbade-Fans. Ein offizieller FKK-Strand ist Es Canyaret aber nicht. Toiletten oder gar eine Bar sucht man hier vergeblich. Wer mag, kann sich mit dem kalten Quellwasser abduschen.

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