Fühlt sich bei Real Mallorca wohl und trifft manchmal auch eine Tennisgröße: Kevin Izzadeen.

TW
0

Diese Gelegenheit darf sich ein Sportfan natürlich nicht entgehen lassen: Das Foto mit Tennis-Weltstar Rafael Nadal in der Präsidentenloge von Real Mallorca wird sicher einen Ehrenplatz in der Galerie der Praktikumserinnerung von Kevin Izzadeen bekommen. Der Sohn einer Deutschen und eines Vaters aus Sri Lanka studiert in Köln Sportmanagement und hat nach einem Erasmus-Aufenthalt in Madrid ein Praktikum in Spanien gesucht.

Ein Fußballklub sollte es sein, nachdem er schon beim Sportartikelhersteller Adidas, der Sportvermarktung von VW und diversen Verbänden gearbeitet hatte. Zusagen kamen schließlich drei: von Mallorcas Liga-Rivale Alcorcón, dem Erstligisten FC Sevilla und dem Inselklub.

Dass die Wahl auf Mallorca fiel, lag aber nicht an der Anziehungskraft von Ballermann und Co, sondern war das Resultat praktischer Überlegungen. "Beim FC Sevilla bin ich einer unter vielen, da bekomme ich längst nicht so viel mit", sagt der 25-Jährige.

Bei Real Mallorca wusste er, dass er der Einzige sein würde und somit fiel ihm die Wahl leicht. Seit 3. August arbeitet er beim Klub und freut sich über vielfältige Aufgaben: Er unterstützt soziale Projekte, kümmert sich um die Homepage und arbeitet bei den Vorbereitungen zum 100-jährigen Jubiläum mit.

Was er bislang festgestellt hat: Auch wenn Real Mallorca unter deutscher Führung steht: Man spricht doch hauptsächlich spanisch. "Ich hätte es mir deutscher vorgestellt", sagt Izzadeen. Allerdings sei die Struktur unter Utz Claassen sehr gut organisiert.

Sportlich hat der FC-Köln-Fan festgestellt, dass der Heimvorteil in Spanien größer als in der Bundesliga ist. Das liegt sicher auch an den meist geringen Zahl von Auswärtsfans. Sein Praktikum läuft bis Ende Dezember, er kann sich aber auch vorstellen, noch länger auf auf Mallorca zu bleiben, zumal seine Freundin auch in Kürze auf die Insel zieht. (zap)

(aus MM 39/2015)