Utz Claassen tritt als Präsident von Real Mallorca zurück

Palma de Mallorca |
Seit Ende 2014 ist Utz Claassen Präsident von Real Mallorca.

Seit Ende 2014 ist Utz Claassen Präsident von Real Mallorca.

Foto: P. Bota

Utz Claassen tritt zum Ende des Monats (30. Juni) von seinem Amt als Präsident des Fußballvereins Real Mallorca zurück. In einem Brief and die Fans und Mitglieder des Vereins, der am Samstag, 11. Juni, in der MM-Schwesterzeitung Ultima Hora abgedruckt wurde, legte der deutsche Manager seine Gründe dar.

"Als ich die Mehrheit des Clubs im Januar 2015 übernahm, habe ich viel Geld hineingesteckt. Das ganze hatte nur ein Ziel: zu verhindern, dass unser Verein stirbt", so Claassen. Mit den von ihm initiierten Veränderungen sei es gelungen, institutionellen Frieden innerhalb des Vereins herzustellen. Durch sein persönliches Engagement habe er aber auch drei bis fünf Millionen Euro verloren. Nun bittet er um Verständnis dafür, sich wieder seinen zahlreichen unternehmerischen Tätigkeiten zu widmen. Er bleibe Anteilseigner und Mitglied des Verwaltungsrats. Der Club stehe dank der Mehrheitsübernahme durch den US-Investor Robert Sarver im Januar 2016 und einer Kapitalerhöhung um 20 Millionen Euro auf stabilen finanziellen Beinen.

Seit Wochen hatte es Kritik an Claassen gegeben. Kritisiert wurde vor allem, dass er bei den Spielen seiner Kicker nicht im Publikum sitzt. Seit März hatte er kein Spiel mehr im Stadion gesehen. Auch dem Abstiegsfinale am vergangenen Samstag in Valladolid war er ferngeblieben.

Dazu sagte Claassen in einem ausführlichen MM-Interview: "Es gab gewichtige Gründe für meine Abwesenheit." Offenbar haben unter anderem gesundheitliche Probleme Claassen in der letzten Zeit gehandicapt, was dieser gegenüber MM auch einräumt: "Ich bin jetzt wieder topfit und fühle mich besser als je zuvor, so als wäre ich 30 oder käme gerade in die Pubertät." Seine Krankheit sei zu 100 Prozent überwunden. Dass er auf ewig Präsident von Real Mallorca bleiben will, hatte Utz Claassen im Mallorca-Magazin-Interview nicht erklärt. (cze/nimü)

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Claus D / Vor über 4 Jahren

es ist einfach Ekel erregend wie Menschen behandelt werden die nur helfen wollen. Diese korrupte Insel wird eines Tages die Rechnung bekommen. Sobald jemand mal ein Buch über Mallorcas Gesellschaft veröffentlicht wird. Jedes Jahr verliert die Insel mehr als 1 Milliarde an Steuergeldern weil die Korruption von kleinen beamten bis in die Politik reicht. Und wenn man wie Herr Claassen versucht den einfachen Leuten ihren Fußballverein zu retten, und es nicht schafft ihm irgend etwas anzudichten. Dann greift Mallorca zu lügen und Verleugnungen. Was könnte diese Insel darstellen in Europa, wenn die Korruption mit allen Mitteln bekämpft würde. Dann würden alle Menschen auf Mallorca mehr Geld verdienen. Aber die Gier und der Neid sind so ausgeprägtes in der Gesellschaft, dass die guten Menschen schon wie Don Quijote erscheinen. Man kann nur hoffen das die jetzige Regierung ihren Antikorruption Kurs mit aller Härte weiterführt, und bei jedem vergehen die höchst strafe verhängt und das gesamte Vermögen dieser korrupten Personen beschlagnahmt. Auch wenn der Fall zehn Jahre zurückliegt. Das würde dazu führen, dass diese Feiglinge sich gegenseitig verraten würden. Aber solange die Geldwaschanlage Mallorca funktioniert und die Strafen lächerlich sind (bis 400.000 straffrei) wird sich leider nicht ändern. Aber der Wähler wird sich seiner Macht bewusst und das kann zu einer revolutionären Veränderung führen.