Streit um Tourismusverband gewinnt an Schärfe

Retourkutsche von Iriondo auf Vorwürfe von Middelmann

Im Sommer 2009 zogen sie noch an einem Strang: Alvaro Middelmann (l.), Fomentopräsident 2005-2009, und sein damaliger Vize- und heutige Fomento-Präsident Pedro Iriondo.

Foto: J. MOREY

Der Streit rund um die Führung des mallorquinischen Tourismusverbandes Fomento del Turismo spitzt sich zu. Eineinhalb Wochen nach dem offenen Brief von Alvaro Middelmann an Verbandschef Pedro Iriondo hat dieser nun per Schreiben reagiert. Iriondo wirft seinem Vorgänger Middelmann vor, in der Kasse des Verbandes ein Defizit hinterlassen zu haben.

Mehr noch: Iriondo spricht von "Ausplündern" (spanisch: expolio). Der Air-Berlin-Direktor Middelmann sei in seiner Zeit als Fomento-Präsident bereit gewesen, die Werte und Bestände der ein Jahrhundert alten Institution an die Tourismusstiftung des Inselrates zu übertragen - und dies angeblich gratis und ohne jede Gegenleistung.

Iriondo betonte in seinem Schreiben, er setze sich für die Unabhängigkeit des Verbandes ein. Das Fomento sei ein Kulturgut der mallorquinischen Gesellschaft.

Middelmann, der dem Tourismusverband von 2005 bis 2009 vorstand, hatte zuletzt seinem Nachfolger Untätigkeit vorgeworfen und ihm den Rücktritt nahegelegt. 

„Die Stimme des Tourismus auf Mallorca ist verstummt", hatte Middelmann in dem Brandbrief geschrieben. Der Verband habe zu den vielfältigen politischen Problemen und Entwicklungen keinen eigenen Standpunkt mehr formuliert und vorgebracht.

Im Fomento sind eine Vielzahl unterschiedlicher Privatunternehmen der Tourismusbranche vereint. Middelmann hatte in seiner Amtszeit für ein Zusammengehen mit der vom Inselrat ins Leben gerufenen Einrichtung der Tourismusstiftung, Fundación del Turismo", plädiert. Beide Körperschaften widmen sich der Tourismuswerbung für Mallorca.

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