Vaterschaftsklage gegen Juan March

Richter ordnet die Exhumierung des mysteriösen Mallorca-Milliardärs an

Juan March (r.) mit Ehefrau Leonor Servera (l.).

Juan March (r.) mit Ehefrau Leonor Servera (l.).

Gut 50 Jahre nach seinem Tod kommt Juan March nicht zur Ruhe. Ein Gericht in Palma hat die Öffnung seines Grabes angeordnet, um Genproben für einen möglichen Vaterschaftsnachweis zu entnehmen. Ein Kläger behauptet, Nachkomme des Milliardärs zu sein, der die mallorquinische Banca March gegründet hatte.

Die Ermittlungen werden unter größter Diskretion durchgeführt. So ist noch nicht einmal bekannt, ob es sich bei dem Kläger um einen Sohn oder eine Tochter handelt. Fakt ist, dass der Nachkomme mit seinem Anliegen von Ende 2011 Anspruch auf einen Teil des Erbes des mallorquinischen Bankiers erhebt. 

Die Richter ordneten nach Bewertung der Sachlage die Exhumierung Juan Marchs an. Die spanische Tageszeitung "Ultima Hora" machte die Ermittlungen der Justiz am Donnerstag zur Titelgeschichte. Der Bankier ist in einen voluminösen Mauseleum auf dem Friedhof in Palma beigesetzt.

Juan March (1880-1962) gilt als eine der rästelhaftesten Persönlichkeiten Mallorcas. Der Mann aus Santa Margalida stieg aus einfachsten Verhältnissen – als Kind hütete er Schweine – zu einem der reichsten Männer der Welt seiner Zeit auf.

March schuf ein Imperium aus Tabakmonopolen, Reedereien und Handel, gründete 1926 die Banca March. Sie gilt heute als eines der solventesten Geldinstitute in ganz Europa. (as)

 

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