Fahrradtourismus auf Mallorca boomt weiter

Mallorca |
Europas Top-Ziel für Radfahrer soll Mallorca im kommenden Jahr sein.

Europas Top-Ziel für Radfahrer soll Mallorca im kommenden Jahr sein.

Foto: M.A. CAÑELLAS

Bis zu 200.000 Fahrradtouristen sollen im kommenden Jahr nach Mallorca kommen. Das meldet die Tageszeitung Ultima Hora unter Berufung auf Reise- und Sportevent-Veranstalter. Die Zahl würde ein Wachstum von mehr als 40 Prozent im Vergleich zum auslaufenden Jahr bedeuten. Allein zum Radsportevent Mallorca 312 am 28. April werden knapp 10.000 Teilnehmer erwartet. Die Ultima Hora bezeichnet Mallorca für 2018 als das "Haupturlaubsziel für Radtouristen".

Am meisten profitieren Hotels an der Playa de Muro, Playa de Palma, Alcúdia, Cala Serena, Manacor und Artà davon. Die Radtouristen kommen vor allem in den Monaten Januar bis Juni auf die Insel, schreibt das Blatt weiter. Seit 2010 sei die Zahl der Radtouristen kontinuierlich gestiegen, auch Profiteams (Sky, die irische Nationalmannschaft oder Alpecin, d.Red.) kommen regelmäßig auf die Insel.

Für 2018 geht die Branche laut Ultima Hora sektorenübergreifend von einem Umsatzvolumen von 300 Millionen Euro aus. Dazu tragen in einem großen Maße auch die Profiteams bei, die jeweils mit bis zu 70 Personen anreisen. Konsultierte wurden Unternehmen wie Max Hürzeler, Bicycle Holidays und Diana Sportreisen sowie die Tourismusagentur der balearischen Landesregierung ATB.

Rund 200 Hotels seien nach Angaben des Hotelverbands FEHM mittlerweile auf Radfahrer spezialisiert heißt es weiter. In der Regel verfügten diese über spezielle Fahrradkeller und Werkstätten sowie Fitnessmöglichkeiten für Radsportler.

Peter / Vor etwa 1 Jahr

Die Frage ist nicht ob die Insel den Radfahrer will - die Insel braucht diesen Wirtschaftsfaktor zum Überleben !! Die Abhängigkeit von Arbeitsplätzen ist nicht mehr Rückgängig zu machen. Wenn der Radtourist woanders hin geht stehen, gerade im strukturschwachen Inselinneren, zahlreiche Existenzen und Arbeitsplätze auf dem Spiel. Die Problematik ist eine andere - der Radfahrer selbst, und zwar seine Einstellung wie er sich als Gast der Insel hier bewegt und aufführt !! Leider, zum leidwesen aller Verkehrsteilnehmer, lassen ca 90 % der hier radfahrenden Touristen und auch viele Einheimische, ihr Hirn zuhause sobald sie aufs Rad steigen und fühlen sich als beherrschende Strassenrambos. Sowohl in den Fachmedien, Internet, und bei Auslegung der Verkehrsregeln wird diesem Verhalten Vorschub geleistet. Anstatt dem Radfahrer die Problematik seines Verhaltens aufzuzeigen wird nur von der Schönheit berichtet, wo man hinschaut wird sein Genuß, sein Spaß ohne Einschränkung dargestellt. Daß für ihn auch allgemein gültige Regeln und Gesetze herrschen zum Wohle aller Verkehresteilnehmer wird vergessen und zwar von allen Seiten. Politik, Exekutive und Radreiseveranstallter haben es unter individuellen Vorwänden versäumt eine gesetzlich basierte schmerzliche Verkehrserziehung durchzusetzen. Die Auswüchse, die an Überheblichkeit und Dreistigkeit durch Radrambos hier jeden Frühjahr stattfinden, kennen wir - wie lange noch ?? Wer sich beruflich mit der Klientel beschäftigt weiß daß die Schmerzgrenze in einigen Bereichen der Insel bereits überschritten ist. Wenn die prognostizierten Zahlen stimmen wird auch der letzte noch so wohl gesinnte Insulaner den Radfahrer als Feind sehen. Es ist bereits 5 nach 12 was eine Regulierung dieser Problematik betrifft. 2018 kann bei der genannten Zahl der Supergau werden, Schuld tragen alle Beteiligten, das Kind "Radfahrer" das durch antiautoritäre Erziehung über Jahrzehnte in seinem unverschämten Verkehrsverhalten so weit gekommen ist, die Politik die aus wirtschaftlichen Überlegungen den großen Radreiseveranstalltern eine Macht zuspielen die gefährlich ist und der Exekutive die es versäumt schwarze Schafe aus dem Verkehr zu ziehen. Die lange Erfahrung mit radfahrenden Inseltouristen sagt mir nichts gutes, und trotz aller Vernunftsüberlegungen die ich auch Politikern unterstelle wird sich bis zum Supergau nichts ändern weil das Geld fließt, die Wirtschaft angekurbelt und damit Arbeitsplätze gesichert sind. Leider wird erst eine Änderung eintreten wenn die Unfallzahlen und die Zahl der toten Radfahrer die Medien aufrütteln und diese für eine Bewusstseinsänderung der Radurlauber beitragen - ob wir allerdings dann noch leben ..... vermutlich nicht mehr.

Kerstin / Vor etwa 1 Jahr

.....naaa suuuper !!!! Wir Inselbewohner freuen uns riieesig!!!! Noch schlechteres Durchkommen auf den (engen) Strassen!!!! Vielleicht NOCH MEHR Veranstaltungen, die die halbe Insel lahm legen!!!??? Nein,wir wollen diesen 'Fahrradtourismus' nicht so wirklich und schon gar nicht noch mehr!!!!!

Marco / Vor etwa 1 Jahr

Mal sehen wieviele von denen nächstes Jahr Tot oder verletzt zurückbleiben. Kein Wunder bei dem rücksichtslosen Verhalten. In Deutschland bekämmen die dragonische Strafen.