Viele Zimmermädchen sind auf Schmerzmittel angewiesen

| | Mallorca |
Eine Reinigungskraft bei der Arbeit im Hotel.

Eine Reinigungskraft bei der Arbeit im Hotel.

Foto: Archiv

Sieben von zehn Zimmermädchen auf Mallorca und den Nachbarinseln sind auf Schmerzmittel angewiesen. Das ergab eine Umfrage der Gewerkschaft CCOO. Grund für den hohen Medikamentenkonsum sei die hohe Arbeitsbelastung.

Die Frauen hätten zwischen 20 bis 25 Hotelzimmer pro Schicht zu reinigen, Betten und Matratzen werden immer größer, die Putzwagen immer schwerer, erschwerend kommen fehlende Pausenzeiten hinzu.

Die Arbeiterinnen würden nicht selten auf einen Medikamentencocktail schwören aus Schmerzmitteln, Muskelentspannern, Antidepressiva und Magenmitteln. Die Arzneien bekommen sie nicht von einem Arzt verordnet, sondern empfehlen sich die Frauen untereinander.

Silvia Montejano von der Gewerkschaft CCOO sagt, eine Saisonentzerrung würde dazu führen, dass die Hotels dauerhaft genügend Personal einstellen. "Man kann vom Reinigungspersonal nicht verlangen, dass es die Arbeit von zehn in acht Stunden erledigt." (cls)

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Holger / Vor 15 Tage

Sklaverei, nichts anderes. Aber Hauptsache die Grenzen auf für nochmal Billiglohnpersonal.

Majorcus / Vor 15 Tage

Die Reiseveranstalter und Hoteliers stopfen sich die Taschen voll - die Arbeitenden zerstören Ihre Gesundheit; gut: bei VW in Wolfsburg hat man erkannt, das betriebliches Gesundheitsmanagement sich wirtschaftlich rechnet. Auf der Insel: so lange ausbeuten, bis kaputt - dann einfach neues Personal. Das nennt sich doch soziale Marktwirtschaft? Aber so schlechte Arbeitsbedingungen gibt es ja in Deutschland sicher nirgends ... LKW-Fahrer, Zimmermädchen, AMAZON-Sklaven ect.

Uschi / Vor 15 Tage

Dazu kommt noch das das Zimmermädchen bis zu 25 Zimmer reinigen muss ! Was sagt der Hotelier dazu ?

Xeremier / Vor 15 Tage

Um den Zimmermädchen etwas die Arbeit zu erleichtern sollten sich die Touristen mal ein bisschen an ihre "gute" Erziehung erinnern! Was ich schon alles in Hotels gesehen habe, wenn ich den Flur entlang ging und was man so auf Fotos in den Netzwerken sieht, pfui. Sieht es zuhause auch so aus? Da liegen Kleider, Schuhe, Flaschen, Lebensmittel, Zeitungen, Kosmetikartikel, offene Koffer alles kreuz und quer.

Wenn ich mein Hotelzimmer zum Frühstück verlasse sind meine Kleidungsstücke aufgeräumt, mein Koffer steh im Schrank, die Kosmetikartikel liegen in einem Körbchen oder Tablett im Bad. Nach einer halben oder dreiviertel Stunde komme ich zurück.....und mein Zimmer ist fertig! Ich vergesse auch das Trinkgeld für das Personal nicht.

Uschi / Vor 15 Tage

Es wird an natürlich an Personal gespart. Und was kann die C.C.O.O. dagegen tun ? Nichts !