Mallorcas Party-Meile steht vor schwierigen Wochenenden

| | Playa de Palma, Mallorca |
Die Strandpromenade der Playa de Palma ist ein beliebter Aufenthaltsort.

Die Strandpromenade der Playa de Palma ist ein beliebter Aufenthaltsort.

Foto: Pilar Pellicer

Der deutsche Party-Tourismus füllt an den bevorstehenden Juni-Wochenenden die Hotels der Playa de Palma. Unter der Woche soll die Belegung aber eher mau sein.

Für die Wochenenden ist in einem Artikel der Zeitung Ultima Hora bereits die Rede von "Overbooking". Angaben der Hoteliers zufolge hängt das rege Interesse zusammen mit den Feiertagen (Pfingsten, Fronleichnam). Ultima Hora zitiert einen Hotelier mit folgenden Worten: "Für die Wochenenden sind alle Erwartungen übertroffen worden. An den restlichen Tagen sieht das anders aus. Die durchschnittliche Auslastung wird bei zwischen 50 und 60 Prozent liegen." Das seien fünf bis 15 Prozentpunkte weniger als im Juni vergangenen Jahres.

Manche Hoteliers sind schon in Sorge wegen der vielen "Sauftouristen", die an der Playa nicht nur für Freude sorgen. Es wird sich zum Beispiel zeigen, ob sich die Urlauber an die teilweise neuen Regeln halten, zum Beispiel, dass nicht auf der Straße getrunken werden darf. Auch steht die Frage im Raum, wie intensiv die Regeln seitens der Ordnungshüter kontrolliert und Verstöße geahndet werden.

Die Hoteliers haben bereits vom Rathaus von Palma und von der Nationalpolizei gefordert, die Sicherheitsmaßnahmen an den Wochenenden zu verstärken.

Konflikte sind auf jeden Fall vorprogramiert: Während die Party-Touristen mehr oder weniger ungehemmt die Sau rauslassen wollen, kommen im Juni auch viele Urlauber an die Playa, die in den immer mehr gewordenen Vier-Sterne-plus- oder Fünf-Sterne-Hotels logieren, Sonne, Strand und Meer genießen wollen, aber nichts mit der Feierei am Hut haben.

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meinungsfreier / Hace 6 months

@Hajo Hajo alles Korrekt. Ich war vor 3 Wochen in Türkeiurlaub. Hinflug mit Correndon, Rückflug mit Sunexpress. Beim Einchecken sollte ich nach dem Koffer auch meinen Rucksack aufs Band legen. Die Dame verwies mich auf das Schild auf ihrem Schalter wo das in englisch erklärt wurde. 8 Kg. darf das Handgepäck sein stand da. Es waren nur 5 und mein Rucksack bekam eine Banderole mit Aufdruck Cabin Hand Baggage. Nebenan am Schalter gabs Theater weil eine Dame dadurch plötzlich Übergepäck hatte und das extra bezahlen musste.

Hajo Hajo / Hace 6 months

Majorcu@ Wieder Probleme mit dem Leseverständnis? Verwarnungen und Bussgelder sowie Anzeigen erstellen nicht Oberlehrer, sondern Beamte die ihren Job machen und sich an ihren Auftrag halten Verstöße fest zu stellen und entsprechend zu protokollieren.

Majorcus / Hace 6 months

@ Hajo Hajo: Kriminalität, Gewalt und untätige Exekutive sind das echte Problem. Für alles Andere gibt es genügend Oberlehrer mit Erziehungsdrang ...

Hajo Hajo / Hace 6 months

Majorcus@ nur darum gehts, Durchsetzungsvermögen der selbst geschaffenen Regeln und Auflagen. Und zwar ALLER !

Der Grad der Erziehungsmassnahme ist doch durch den Ahndungskatalog geregelt. Wie bei uns auch z.B. reicht das von Verwarnung über Bussgeld bis Bestrafung.

Majorcus / Hace 6 months

@ Hajo Hajo: Bitte ordnen Sie die "Probleme" noch Bedeutung(slosigkeit): Kriminalität, Behörden, Gäste ... Wäre es nicht ideal, wenn Prioritäten gesetzt würden?

Hajo Hajo / Hace 6 months

Nicht die Touristen sind das Problem, sondern Behörden ohne das nötige Durchsetzungsvermögen der selbst geschaffenen Regeln und Auflagen. Vom fehlenden Personal nicht zu reden. Insbesondere ist man der Kriminalität nicht gewachsen, auch wenn man versuchte einige Erfolge groß raus zu stellen.

Majorcus / Hace 6 months

Max Frisch schrieb: "Wir haben Arbeitskräfte gerufen, und es sind Menschen gekommen.” - an der PdP wurden "Touristen eingeladen und es kamen Menschen (aller Couleur)".

"Der Party-Tourismus füllt die Juni-Wochenenden - unter der Woche ist die Belegung mau. (...) fünf bis 15 Prozentpunkte weniger " Woran könnte das liegen? Zu teuer, kein anäquates Angebot, nicht wettbewerbsfähig ... ???

Viele Hoteliers könnten ohne die "Sauftouristen" schon längst ihr Hotel schließen. Regeln wie "nicht auf der Straße getrunken werden darf" sind fern von jeglicher Realität eines Mittelmeerlandes und halten keiner (EU-)gerichtlichen Prüfung stand. Ordnungshüter gibt es faktisch keine.

Die Hoteliers fordern Sicherheitsmaßnahmen am WE, die, wenn sie tatsächlich umgesetzt werden, das Ende Ihrer eigenen beruflichen Karriere bedeuten. Konflikte gäbe es gar keine, wenn einfach ein eindeutig gekennzeichnetes Gebiet (am besten umzäunt & gegen angemessenen Eintritt) für Spaßtouristen geboten würden, in dem fast alles erlaubt wäre. Dann gehen die Luxus-Touristen einfach wo anders hin - und alle sind glücklich. Das wäre eine Lösung vom Kunden aus gedacht. Aber nein, die Geldgierigen hier denken noch wie zu Francos Zeiten: mit Verboten & Schlagstock!

"im Juni viele Urlauber an die Playa (...) Vier-Sterne-plus- oder Fünf-Sterne-Hotels" gerade dieses Segment beklagt (siehe oben 5 bis 15 % Rückgang) in anderen Artikeln ist noch von drastischeren Auslastungsproblemen die Rede - warum widerspricht sich MM hier fortlaufend?

Wie lange die Geldgierigen noch an dem Ast sägen, bis er bricht? Nur der Kunde bestimmt, was er kauft - das aktuelle Angebot ertragen die Meisten offensichtlich nur mit Alkohol - aber es ist vielleicht zu viel verlangt, darüber einmal etwas länger nachzudenken, wenn man sich so gerne an die "guten alten Zeiten" erinnert, als Gewalt noch mehr zählten als Demokratie und (EU-)Bürger ...

Aber man sollte die Hoffnung nicht aufgeben: vielleicht kommt ein Teil doch noch in der zweiten Hälfte des 20. Jhd. (ganz bewusst nicht 21. Jhd.) an - nur wann?