Der Park in Palmas Stadtteil Camp Redó gilt als "Central Park Palmas" und soll dank der Einnahmen aus der Touristensteuer umgestaltet werden. | Ultima Hora

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Seit Einführung der Touristensteuer Ecotasa im Juli 2016 wurde sowohl unter Wirtschaftsvertretern als auch unter den Zahlenden selbst, den Urlaubern, oft diskutiert, für welche Zwecke auf Mallorca das Geld schlussendlich eingesetzt wird. Palmas Stadtrat hat am Mittwoch fünf neue Vorschläge in Höhe von 7,2 Millionen Euro für die Inselhauptstadt präsentiert. Bis zum 16. August werden Vorschläge gesammelt, im Herbst stimmt eine Kommission darüber ab.

Die laut Plan wohl teuerste Investition ist ein geplantes Aktivitätszentrum auf dem Markt des Viertels Camp Redó im Norden Palmas. Ein Budget von zwei Millionen Euro sei erforderlich, weil auch ein neuer Parkplatz errichtet wird, der für Elektrofahrzeuge ausgestattet ist und der eine Fahrradleihstation von Bicipalma erhalten soll.

Auf der Erdgeschoss-Ebene soll es Marktstände geben, von denen mindestens 60 Prozent der Produkte aus ökologischem Landbau der Balearen stammen sollen. Außerdem seien eine Fachwerkstatt und ein Showkochraum geplant.

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Mit rund zwei Millionen Euro schlägt auch ein Projekt zur Umgestaltung des Parks am Velodrom im selben Stadtteil zu Buche. Der Park gilt unter Einheimischen als "Central Park Palmas".

Für 1,5 Millionen Euro soll ein Grünflächenkorridor entstehen, der die Playa de Palma mit dem Pla de Sant Jordi verbindet. Ähnlich teuer wäre mit 1,3 Millionen Euro die Wiederherstellung der Innen- und Außenräume des Baluard-Museums. Des Weiteren plane man im Stadtteil Arenal eine multifunktionale Sportanlage für das städtische Sportzentrum "Toni Servera", Kostenpunkt: 400.000 Euro.

Auch wenn gemeinhin stets von „Ökosteuer” die Rede ist, der exakte Name der Steuer „Llei de l’impost sobre estades turístiques a les Illes Balears i de mesures d’impuls del turisme sostenible” übersetzt sich mit „Gesetz über die Besteuerung touristischer Aufenthalte auf den Baleareninseln und über Maßnahmen zur Förderung eines nachhaltigen Tourismus.”

Die Einnahmen auf den Balearen stehen neben Mallorca in geringeren Anteilen auch Menorca, Ibiza und Formentera zu. Laut Gesetzes-Präambel von 2016 als „Entschädigung” für die negativen Folgen des Tourismus, für Umweltschäden, soziale Verwerfungen und prekäre Arbeitsverhältnisse. 2018 wurden alleine auf Mallorca 90 Millionen Euro damit eingenommen.