Nur vier Bußgelder wegen illegaler Ferienvermietung

| | Palma, Mallorca |
Urlaub in der Ferienwohnung? In Palma de Mallorca verboten!

Urlaub in der Ferienwohnung? In Palma de Mallorca verboten!

Foto: Archiv

Seit dem Inkrafttreten des Zonenplans zur Ferienvermietung und dem damit einhergehenden teilweisen Verbot von touristischer Vermietung in manchen Städten und Gemeinde Mallorcas hat das Tourismusministerium lediglich vier Vermieter mit einem Bußgeld belegt. Das gab der neue balearische Tourismusminister Iago Negueruela (PSOE) bei einer Fragestunde im Parlament bekannt. 41 weitere Sanktionsverfahren seien allerdings noch anhängig.

In den vier Fällen mussten Wohnungseigentümer, die trotz des Verbots ihre vier Wände an Urlauber vermieteten, jeweils 20.001 Euro Strafe bezahlen. Drei große Online-Plattformen, die sich ebenfalls über das Gesetz hinweggesetzt hatten, wurden mit jeweils 300.000 Euro zur Kasse gebeten.

Die Balearen-Regierung hatte die Gesetzgebung zur Ferienvermietung vor zwei Jahren grundlegend geändert. Seitdem müssen potenzielle Vermieter eine entsprechende Lizenz bei der Balearen-Regierung beantragen und Urlauberplätze bei der "Bettenbörse" erwerben. Bewilligt werden die Lizenzen nur dann, wenn sich das Vermietobjekt in einer Zone befindet, in der die Ferienvermietung erlaubt ist.

Die Politik versucht auf diese Weise, den Markt besser zu regulieren und der Wohnungsnot entgegenzutreten, für die sie auch die Ferienvermietung verantwortlich macht. In den vergangenen Jahren hatte es vor allem in Palma immer wieder Proteste gegen die Ferienvermietung gegeben. Viele Bürger glauben, dass der Boom zu einer deutlichen Steigerung der Mietpreise beigetragen hat. (cze)

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Majorcus / Vor 9 Tage

@Don Miguel: Sie erwarten, das die Trennung von Legislative und Executive hier bekannt ist?

Majorcus / Vor 9 Tage

@Don Miguel: Sie erwarten, das die Trennung von Legislative und Executive hier bekannt ist?

Kai / Vor 9 Tage

@ Don Miguel: Und wer bitte schön ist den Behörden vorgesetzt? Mit Links wird das nichts, und das nicht nur in ES sondern auch D!

Don Miguel / Vor 9 Tage

@Kai: Erst denken, dann posten. Die Regierung hat lediglich das Gesetz auf den Weg gebracht, für die Umsetzung sind die Behörden zuständig. Und wenn diese in typisch konservativer Manier nichts tun, um ihre Wähler und finanziellen Gönner zu schützen, ist das wohl kaum ein Verschulden der Regierung. Erst wenn die korrupten Konservativen mal bekämpft würden, würde sich was ändern... .

Kai / Vor 10 Tage

Regt euch doch nicht auf - links wurde gewählt, links regiert und links macht außer Lärm NIX... Braucht es noch mehr Beispiele?

Majorcus / Vor 10 Tage

Wer die Effizienz der Verwaltung verfolgt, der sollte mit Bewunderung feststellen, daß es doch so viele Strafen gab - in 10, vielleicht 20 Jahren werden es dann spürbar mehr ... Tradition!

frank / Vor 11 Tage

Respekt.Tolle Leistung.Doch so viele......Das Ihr Euch für diese Zahl nicht schämt....

Metti / Vor 11 Tage

Nachtrag: es könnte der Eindruck entstehen, das das Amt KEINE Interresse hat an Aufdeckung der illegalen Vermietung. Fakt ist, bei so einer niedrigen Rate, wird munter weiter schwarz vermietet. Es wird sich nichts ändern...

Metti / Vor 11 Tage

Absolut lächerlich: von 1000senden, die schwarz vermieten nur 4 zu finden.. pennen die beim Amt?

Harry / Vor 11 Tage

Hier werden auch keine Baufirmen bestraft die im August arbeiten, obwohl sie dafür keine Extra Lizenz haben, mich wundert es das die Urlauber diesen Lärm so hin hinnehmen, Privat Finca für 500 Euro am Tag, in einem Hotel wären sofort die Beschwerde da. Als Resident wird man anscheinend von der Polizei nicht ernst genommen. Gesetze sind einzuhalten, und wer dagegen verstösst soll dafür bestraft werden. Wo anders treibt man durch Bussgelder Geschäftsleute in den Ruin weil es laut ist. Es wird mit zweierlei Mass gemessen.