So viel Wasser verbraucht ein Kreuzfahrtschiff auf Mallorca

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Ein Kreuzfahrtschiff im Hafen von Palma.

Ein Kreuzfahrtschiff im Hafen von Palma.

Foto: Gabriel Alomar

Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Palma de Mallorca sind eine bedeutende Quelle des Wasserverbrauchs. Dies geht aus einer Studie der Balearen-Universität (UIB) hervor, die errechnet, dass jedes Kreuzfahrtschiff, das im Hafen der Inselhauptstadt liegt, durchschnittlich 628.000 Liter pro Liegeplatz verbraucht.

Das ist zum Vergleich etwa der Pro-Kopf-Verbrauch von insgesamt rund 5600 Bewohnern in Palma nach Angaben aus dem Jahr 2016.

Die Balearen sind zu einem der führenden Reiseziele im Mittelmeerraum geworden, viele Schiffe haben den Hafen als Betriebsbasis gewählt. Hier soll auch der Wasserpreis günstiger als in anderen spanischen Häfen sein. Dementsprechend sei auch der Wasserverbrauch vor allem in der Hochsaison von Mai bis Oktober eines Jahres gestiegen.

Die Studie, die aktuell in der wissenschaftlichen Zeitschrift "Water" veröffentlicht wurde, hat die Dynamik des Wasserverbrauchs im Hafen von Palma zwischen 2007 und 2018 untersucht. 2018 sei der Verbrauch in der Nebensaison fast genauso hoch gewesen wie in anderen Jahren in der Hauptsaison. Laut den Autoren der Studie ist das auf die Zunahme der Kreuzfahrtschiffe von November bis April zurückzuführen.

Der kommerzielle Sektor, in dem der Transport von Personen und Gütern zusammengefasst ist, verbrauche am meisten Wasser: 380 Millionen Liter waren es im Jahr 2018. Der Marine- und Freizeitsektor habe ein viel geringeres Verbrauchsvolumen und weniger saisonale Abhängigkeit. Handelsschiffe würden im Schnitt etwa 178.000 Liter pro Liegeplatz, Schiffe mit einem Zwischenstopp in Palma rund 69.000 Liter pro Liegeplatz verbrauchen.

Momentan ist das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen in Mallorcas Häfen noch verboten. Wie aus einer aktuellen Mitteilung der Zentralregierung hervorgeht, kann das Gesundheitsministerium ausnahmsweise die Beschränkungen für die Ankunft bestimmter Reedereien aufheben, was allerdings genehmigungspflichtig ist. (dise)

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Adam Riesig / Vor 15 Tage

Hajo Hojo`s Kommentare achte und ehre ich . Sie lassen Sachkenntnis und Berücksichtigung von Randbedingungen erkennen . Allerdings - dieser Kommentar hier unten ist eine seiner schwächeren Leistungen ! . Wieso erkennt den keiner , dass der Ausbau der Wasserver-und -Entsorgung sträflich vernachlässigt wurde ? Da haben sich die Verantwortlichen an der explosionsartigen Zunahme der Gästezahlen berauscht und es dabei unterlassen , die Kapazitäten der Wasserversorgung zeitig genug anzupassen . Beispielsweise ist das Mischwasserkanalsysteme seit 30 Jahren eine Fortschrittsbremse . Wir erinnern uns : wenn es ordentlich regnet , laufen etliche Kläranlagen über . Zwei Wochen später ist dann wieder Wasserknappheit . Hauptsache , man kann dann die von den zahlenden Gästen benutzten Strandduschen absperren . Das bringt es !

Hajo Hajo / Vor 15 Tage

Also Leue habt Ihr es immer noch nicht kapiert? WER im Urlaub egal wo und wie Trinkwasser verbraucht, entlastet damit die Wasserwerke zu Hause.

Das meiste Wasser wird von den Touristen in teils absoluter Hirnlosigeit verschwendet. Je mehr Toursiten, um so mehr Verbrauch in der Hotellerie und Gastronomie. War schon früher hier Thema, immer wenn die Stauseen wieder zu wenig Wasser hatten. Zuletzt 2018/19 wo man sogar Rationierung befürchtete und die Strandduschen abgestellt wurden.

Adam Riesig / Vor 16 Tage

@ wala . Nun gut - dann verdoppele ich sofort meinen weiter unten aufgelisteten Wasserverbrauch . Damit komme ich aber immer noch nicht annähernd auf die 11 Eimer , die ich gemäss dieser weit verbreiteten Milchmädchenrechnung angeblich verplantsche . Merkt denn hier eigentlich überhaupt niemand , dass damit Verwaltungsprobleme verbal auf zahlende Gäste abgewälzt werden ?

wala / Vor 16 Tage

@Adam Riesig - der Name ist Programm - Die 5600 Bewohner , die im Jahr 2016 angeblich 628000Liter Wasser verbraucht haben , sollte man einfangen und hart bestrafen !

Mit Ihnen sollte man anfangen! Wenn Sie nur alle 2 Tage kurz duschen, wenn Sie auf Mallorca sind, möchte ich Sie nicht in meiner Nähe wissen.

Adam Riesig / Vor 17 Tage

Wenn ich die Kommentare so lese : Es wehrt sich - ausser Rocco und mir - niemand gegen die Feststellung , dass er pro Urlaubstag 11 Eimer Trinkwasser verbrauchen würde .

Uschi / Vor 17 Tage

@Rocco , sie sind wohl Kapitän vom Kreuzfahrtschiff ?!

Hajo Hajo / Vor 18 Tage

@rocco, Golfplätze verbrauchen Grauwasser. Aber die privaten Pools, Trinkwasser. Und wer hat die neuen Pools auf den kürzlich umgebauten Hoteldächern genehmigt? Die Kläger!

Hajo Hajo / Vor 18 Tage

@Adam Riesig, @Uschi, nix begriffen? Ihr braucht kein Wasser wenn Ihr auf der Insel seid statt zuhause? Wo ist da der Unterschied? Ich sags euch, hier braucht Ihr mehr Wasser als zuhause, vor allem im Sommer diese ewige Duscherei nach dem Strand und weil Ihr in der Bullenhitze Schwitzt !

Am teuersten kommt das den Hotels durch AI-Gästen. Früh Duschen, vom Strand kommend Duschen vor dem Mittagessen, das selbe vor dem Abendessen. Das sind 3-mal täglich und macht zuhause kein Mensch, weil es da nicht nötig ist. Vor allem nicht für die ganze Familie.

Also nochmal = wer im Urlaub Wasser verbraucht, spart es zuhause und umgekehrt.

Ach ja - auf einem Kreuzfahrer arbeiten auch noch bis 2.000 LEUTE inkl. Schiffsführung, die wie in jedem anderen Job auch Wasser benötigen. Sie waschen auch die Wäsche der Passagiere, Putzen für sie und Kochen. - Ganz wie im Hotel. Comprende?

Majorcus / Vor 18 Tage

@Adam Riesig: Ihr virtueller Anteil an der Nahrungsmittelherstellung & Verarbeitung, Bewässerung der Außenanlagen des Hotels, Leitungsverluste und am Pool. Duschen alle zwei Tage - wem es gefällt ... dufte! @HajoHajo: Nur kommt Wasser in D hochwertig ohne CO2 Anfall aus dem Hahn. Die Entsalzung verbraucht was? Genau dreckigsten Schiffsdisel und erzeugt CO2! Gerade Sie als Älterer in Bayern sollte sich ernsthaft Gedanken über die dort unterbesetzt Lebensmittelkontrolle machen - z.B. die Toten durch Bayern-Ei!

rocco / Vor 18 Tage

...und was verbrauchen die Golfplätze und was verbrauchen die maroden Wasserleitungen, die vom Gorch Blau vom Tramuntana herunterführen ? Und was verbrauchen die Superkästen von Hotels ? Da kann ein Kreuzfahrtschiff bestimmt nicht mithalten. Vielleicht sollte die Balearen-Universität (UIB) das auch mal in einer Studie überprüfen, damit nicht der Verdacht aufkommt, man suche einen Sündenbock.