Deutsche Ampelgespräche: Werden Flüge nach Mallorca verteuert?

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In einem Flugzeug auf dem Weg nach Mallorca.

In einem Flugzeug auf dem Weg nach Mallorca.

Foto: Ingo Thor

Bei den Sondierungs- und später in den Koalitionsgesprächen für eine mögliche Koalition aus SPD, FDP und Grünen in Deutschland dürfte das Thema Verteuerung von Flügen erneut in den Fokus rücken. Geht es nach der Ökopartei, wird es Kurzstreckenflüge in absehbarer Zeit wohl nicht mehr geben. In ihrem Wahlprogramm fordern sie, solche Flüge nach und nach zu verringern und bis 2030 durch bessere Bahnangebote überflüssig zu machen. Begründet wurde dies mit dem Klimaschutz.

Welche Flüge konkret betroffen wären, ist dem Grünen-Programm nicht zu entnehmen. Ein Positionspapier der Bundestagsfraktion aus dem Jahr 2019 nennt Verbindungen bis zu einer Entfernung von 1000 Kilometern. Die EU-Fluggastrechteverordnung definiert Kurzstreckenflüge jedoch großzügiger. Hier wären dies alle Verbindungen bis maximal 1500 Kilometer, also auch Flüge beispielsweise von München nach Mallorca.

Der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hatte sich im Frühling ebenfalls für eine künstliche Verteuerung von kurzen Flügen ausgesprochen.

Die ebenfalls verhandelnde FDP hat bei dem Thema eine ganz andere Position: "Wir wollen keine Flugverbote, das ist auch im EU-Kontext nicht vorstellbar, denn das würde auch sehr viele europäische Urlaubsziele betreffen", sagte der Verkehrsexperte der Liberalen im Bundestag, Oliver Luksic, dem Handelsblatt. Das wäre „weder praktikabel noch sinnvoll“.

Kommentar

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Carlos Listos / Vor 13 Tage

Das schau ich mir an - mit der Eisenbahn nach Mallorca. Ja sagt mal... Geht's noch? Es gibt ja Nichteinhaltung eine vernünftige Zugverbindung zwischen Celle und Barcelona...

Michael Düsseldorf / Vor 13 Tage

Und im Programm der "Grünen" fehlt das große WIE. Z.b. wie man allen internationalen (nicht deutschen) Fluggesellschaft die Durchführung von Flügen verbieten will oder wie bessere Bahnangebote komfortabel, pünktlich und klimaneutral ausgestaltet sein sollen. Fangen wir mal damit an, uns auf einen x-beliebigen ramponierten, zugigen, vesifften deutschen Hauptbahnhof umzusehen. Dann suchen wir mal Sitzgelegenheiten. Anschließend betrachten wir eine zeitlang die Abfahrtstafeln und lauschen, wieviele Zugverspätungen oder Bahngleisänderungen durchgesagt werden. Einmal im Zug, kann man lange auf ein Getränk warten oder sich durch die Wagongs quengeln, um im "Speisewagen" stehend darauf zu achten, dass der Kaffee bei dem Gerappel nicht überschwappt. Waren Sie schon mal auf einer Toilette in einem der Züge der Deutschen Bahn? Abenteuer pur für hygienisch orientierte Menschen! Ach so: wer hat denn derweil auf Ihr Gepäck aufgepasst? Hm. Und dann fährt die Bahn über versiegelte Flächen - obwohl wir doch Land seit der Flutkatatrophe nicht mehr versiegeln wollen - quer durchs Land. Zerschneidet dabei Landschaften, bohrt sich durch Berge, unterbricht Wanderwege heimischer Wildtiere. Und sie fährt mit ... Na? Strom??? Ja, Ernergie die aufgrund der Abschaltung von AKW's und der Stillegung der Kohlekraftwerke von Solaranlagen und Windrädern gewonnen werden. Oder halt aus dem nicht deutschen Ausland gekauft werden muss. Weil da ist ja noch Strombedarf der Industrie, der Gewerke, der Haushalte, der E-mobilen, der USB-Stecker-Geräte etc. Und dann versuchen Sie mal eine Fahrt durch Deutschland mit einem Umstieg. Sagen wir mal Frankfurt-Köln und dann weiter nach Hannover. Anschluss gesichert? Und nun fahren wir mal im Vergleich zu einem Flughafen. Eine große saubere Halle mit vielen bequemen Sitzmöglichkeiten .... bis zu sauber getackteten Umstiegen (ohne Gepäck am Arm!!!) Ach ja, man kann ja auch bei WIZZ oder Ethihad oder Corendon oder LOT buchen. Darauf hat der Deutsche Staat ob mit oder ohne die "Grünen" keinen Zugriff :-))

Cubay / Vor 13 Tage

Die Mehrheit hat entschieden. Jetzt müssen wir die nächsten 4 Jahre mit dieser Regierung leben. Mit dem Zug nach Mallorca ist angesagt, oder vielleicht mit dem Auto? Wäre da noch der nahe liegende Flughafen im Nachbarland die Lösung? Man weiß es nicht.😊

Hajo Hajo / Vor 13 Tage

Zitat = "Welche Flüge konkret betroffen wären, ist dem Grünen-Programm nicht zu entnehmen. " Antwort =

1. so ist das bei den Grünen immer schon gewesen. Sie fordern etwas pauschal und überlassen dann anderen die (Dreckarbeit) Ausführung. Etwas konsequent zuende zu denken können sie aus Mangel an Qualifikation nicht. Konstruktiv mitarbeiten schon gar nicht.

2. Fremden, ausserdeutschen Gesellschaften kann niemand eine neue Steuer aufhalsen die die Wirtschaftichkeit verschlechtert. Das sagen ja auch die Verträge mit der IATA.

3. Deutsche Gesellschaften erleiden einen Verust der Wettbewerbsfähigkeit.

4. Nichts einfacher also, den Firmensitz ausserhalb DE zu verlegen und damit haben die Politiker die A-Karte gezogen. Und das im doppelten Sinne. Denn damit entfällt auch die allgmeine Steuerpflicht.

5. Es ist auch wahrscheinlich, dass betroffene Gesellschaften vorher noch das EUGH anrufen und gegen die Bundesrepublik klagen. Und solange das Verfahren anhängig ist, gibts keine Steurerhöhung.

Ach ja = wenn sie das bereits angespannte Verhältnis zu Polen und Ungarn weiter verschlechtern wollen, nur zu. Dann steht am Ende eventuell der Zerfall der EU zu unser aller Schaden, wenn die beiden sich verabschieden..