Besonders gefragt sind Fincas auf dem Land. | Ultima Hora

Die Entscheidung der Balearen-Regierung, die Bettenbörse einzufrieren, lässt Anwälten auf den Inseln keine Ruhe. Juan Ballester von Auren Asesores in Palma kann sich vor Anfragen kaum retten. Anträge auf Schlafplätze, die bereits in Bearbeitung sind, fielen nicht unter das Moratorium, präzisierte er gegenüber MM. Die neue Maßnahme war am 11. Februar im Rahmen des neuen Tourismusgesetzes per Eildekret ohne Frist verabschiedet worden, was zur Verunsicherung bei Immobilienkäufern führte.

„Die Kauflust wird abnehmen”, ist sich der deutsche Rechtsanwalt Joachim Süselbeck sicher. Er ist zwar derzeit nicht hauptsächlich mit der Thematik beschäftigt, erinnert sich aber, dass es bereits vor der nun verkündeten Blockade sehr schwierig gewesen sei, an Schlafplätze aus der Bettenbörse zu kommen. Die sozialistisch geführte Regierung unter Francina Armengol habe seit 2018 immer höhere Anforderungen gestellt, eine solche Genehmigung zu erteilen.

Davor sei das Ganze von den jeweiligen Regierenden „vernünftig” gemanagt worden, sodass er „Unmengen” von Ferienvermietungen durchbringen habe können, sagte Süselbeck. Was jetzt passiert sei, sei eine ideologisch motivierte, aber freundlich verpackte Maßnahme zur Beschränkung ausländischer Touristen und zur „Absägung” der touristischen Ferienvermietung.