Mallorca-Flieger Laudamotion bleibt eigene Marke

| Palma de Mallorca |
Niki Lauda bleibt mindestens drei Jahre lang an der Spitze seines Mallorca-Fliegers.

Niki Lauda bleibt mindestens drei Jahre lang an der Spitze seines Mallorca-Fliegers.

Foto: Laudamotion/Heinz-Peter Bader

Bei Mallorca-Flieger Laudamotion sind die Vorbereitungen für den Sommer weitgehend abgeschlossen. Insgesamt stehen ab Juni 21 Flugzeuge zur Verfügung. Das sagte Firmenchef Niki Lauda dem Fachportal Austrian Aviation – und gibt gleichzeitig eine Bestandsgarantie für die Marke.

10 Maschinen werden vom neuen Partner Ryanair zur Verfügung gestellt und retten offenbar die ambitionierten Planungen. Ansonsten hätte die österreichische Airline nur 11 Flugzeuge im Einsatz, da die Lufthansa nicht dazu bereit gewesen sei, alle 21 von der insolventen Niki übernommenen Maschinen zurückzugeben oder zu vermieten, erklärte der frühere Formel-1-Pilot. Ryanair habe am schnellsten entschieden und daher den Zuschlag für eine 25-Prozent-Beteiligung mit Option auf die 75-Prozent-Mehrheit bekommen. Die Buchungslage sei gut, und alles laufe nach Plan.

Nach Laudas Worten erfolgt die Trennung von Condor im Guten. Da die Computersysteme mit Ryanair nicht kompatibel seien, gebe es dazu keine Alternative. Condor werde noch bis Ende Mai Unterstützung leisten, etwa in Bezug auf die Crewplanung und die Flugleitstelle.

Dank der Kooperation mit Laudamotion hat Ryanair nun auch Wien, Düsseldorf und Berlin-Tegel im Programm. Die Flüge dort werden mit Boeing-Maschinen (737-800) von Ryanair unter OE-Flugnummer von Laudamotion abgewickelt. Auf jeden Fall soll die österreichische Gesellschaft im Rahmen einer "Zwei-Marken-Strategie" eigenständig bleiben, so Lauda, der sich verpflichtet hat, mindestens drei Jahre lang an der Spitze zu bleiben. 641 Mitarbeiter sind nach offiziellen Angaben derzeit bei Lauda beschäftigt. Piloten, die bis 30. April ihre Kündigung zurücknehmen, können mit Sonderprämien bis zu 18.000 Euro rechnen.

Wie es heißt, versucht sich Ryanair-Chef Michael O'Leary bei Laudamotion erstmals mit Airbus-Maschinen, um besser mit Boeing verhandeln zu können. Außerdem sei ihm der Standort Wien sehr wichtig.

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