EU-Kommission watscht Ryanair ab

| Mallorca |
Blick auf einen Ryanair-Flieger.

Blick auf einen Ryanair-Flieger.

Foto: Ultima Hora

Die EU-Kommission in Brüssel hat der auch von Mallorca aus operierenden irischen Billigfluglinie unmissverständlich klargemacht, dass sie sich bezüglich ihrer Beschäftigten nicht alles erlauben darf. Der Arbeitnehmer sei den Vorschriften unterworfen, die in seinem Aufenthaltsland gelten, sagte Transportkommissarin Violeta Bulc gegenüber der Zeitung "El País" und anderen Medien. Ähnlich äußerte sich Arbeits-Kommissarin Marianne Thyssen.

Am 28. September will das Kabinenpersonal von Ryanair streiken, um genau das zu erreichen, was die Kommission anmahnt: Dass etwa in Deutschland wohnende Mitarbeiter nach den dort geltenden Gesetzen Arbeitsverträge erhalten. Momentan ist es Usus bei Ryanair, die Beschäftigten nach irischem Recht anzustellen, obwohl sie dort gar nicht wohnen.

Unterdessen begrüßte die Fluggesellschaft, die am Donnerstag ihre Hauptversammlung abhielt, ein Urteil des Obersten Gerichtshofs in Frankreich in einem Beschäftigungsfall in Marseille. Die Richter hatten die Haltung der Fluglinie bestätigt, dass von Irland ausgestellte sogenannte E101-Sozialversicherungsbescheinigungen für Piloten und die Kabinenbesatzung, die vorübergehend in Marseille ansässig waren, für die französischen Behörden und Gerichte verbindlich sind.

Bei Ryanair ist der Unmut unter den Beschäftigten groß. In diesem Sommer gab es bereits mehrere Pilotenstreiks und Ausstände des Kabinenpersonals. Diese führten zu Flugausfällen auch von und nach Mallorca.

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Carneval / Vor etwa 1 Jahr

@ Uschi, das ist leider nicht so einfach. Angestellte von Ryanair sind in mehreren Ländern mit unterschiedlichen Arbeitsrechten stationiert. Arbeitsgerichtsprozesse sind z.B.in D eine langwierige Angelegenheit - und erst Recht in der EU. Leider kann man - auch wen es Unschuldige trifft - O Leary nur mit einem Riesenstreik (aller Angestellten) beikommen. Bleibt nur zu hoffen, daß endlich die EU-Behörden aufwachen und sich das Ryanair-Management gehörig zur Brust nehmen und denen klar machen, daß die Sklaverei abgeschafft ist.

Uschi / Vor etwa 1 Jahr

Diese Probleme die die Angestellten von Ryanair haben, sollte sie nicht mit Streikwut an den Fluggast auslassen, sondern diese lieber per Sammelklage gerichtlich klären !!!