Neue Handgepäck-Regeln bei Ryanair ab sofort gültig

| | Flughafen Palma, Mallorca |
Seit Donnerstag gelten bei Ryanair neue Handgepäck-Regeln.

Seit Donnerstag gelten bei Ryanair neue Handgepäck-Regeln.

Foto: Archiv

Seit Donnerstag, 1.11., gelten bei der irischen Billig-Airline Ryanair neue Handgepäck-Bestimmungen. Im Einzelnen sehen sie wie folgt aus: Passagiere dürfen weiterhin ein kleines Handgepäckstück, das unter den Sitz passt, kostenlos mitnehmen.

Größere Stücke wie beispielsweise die beliebten Standard-Kabinen-Köfferchen dürfen aber nur noch von Fluggästen mit in die Kabine genommen werden, die den Aufpreis von sechs Euro für das sogenannte "Priority Boarding" bezahlt haben.

Im Gegenzug senkt Ryanair jedoch den Preis für aufgegebenes Gepäck, das weniger als zehn Kilogramm wiegt. Musste man bisher 25 Euro für ein Gepäckstück bis 20 Kilogramm bezahlen, kann man jetzt auch einen Koffer, der bis zu 10 Kilogramm wiegt, für 8 Euro aufgeben.

Mit den neuen Regeln will Ryanair Verspätungen durch Verzögerungen beim Boarding vermeiden. In Italien hat die Airline aber bereits Ärger. Das Kartellamt hatte Ryanair daran gehindert, die Gebühr für das Kabinengepäck einzuführen.

Die Fluggesellschaft will trotz des Verbots daran festhalten und "sofort" Berufung gegen die Verfügung der Wettbewerbsbehörde einlegen, heißt es. (red)

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Tacheles-1 / Vor 10 Tage

Hajo Hajo@ ja das stimmt. Auch bei uns auf dem El Altet von Alicante-Elche stehen diese Gestelle z.B. am Gate 49 vor der Ticketkontrolle. Auch haben die Damen den Passagieren die zu grossen Gepäckstücke abgenommen und mit Banderole versehen, damit sie in der Galley verschwinden.

Don Miguel / Vor 13 Tage

@Hajo Hajo: Die Prüfgestelle werden so gut wie gar nicht mehr benutzt und wurden an vielen Flughäfen auch schon abgebaut. Glauben Sie mir, ich bin schon mehrfach mit 20 kg Handgepäck in die Kabine gegangen und niemand hat’s bemerkt. Und das ist ja auch der springende Punkt. Wie Sie richtig anmerken, nehmen manche Passagiere ihren halben Hausstand mit in den Flieger, besonders zu beobachten auf dem spanischen Festland. Ich habe schon so oft gesehen, dass Leute mit Trolleys, die mind. 80 Zentimeter hoch waren, in die Kabine gelassen wurden, obwohl eigentlich nur 55 x 40 x 20 cm erlaubt sind. Um eine reibungslose Abfertigung nicht zu gefährden, hat man bei Ryanair stets drüber hinweggesehen. Folge war, dass die Gepäckfächer nie ausreichten und Gepäck unter dem Sitz verstaut werden musste. Und genau deshalb hat man sich für die Priority-Lösung bzw. die aktuelle Lösung mit dem Handgepäck zum Aufgeben entschieden. Hier geht es nicht um Geldschneiderei, sondern um einen optimierten Ablauf.

Hajo Hajo / Vor 13 Tage

Don Mguel@ Online nützt Ihnen gar nichts. Denn achten Sie das nächste mal darauf, ob neben dem Bordingdesk nicht ein Prüfgestell steht, dass die Damen durchaus benutzen könnten, wenn sie wollten. Und was dann, wenn das Gepäck nicht rein passt? Ich habe sie Dinger schon mehrfach gesehen.

Don Miguel / Vor 14 Tage

@Hajo Hajo: Welcher Schalter? Bei Ryanair checkt man online ein und begibt sich mit seinem Handgepäck sofort zum Gate. Nur die wenigen, die einen Koffer aufgeben, könnten theoretisch am Schalter kontrolliert werden, aber mit ein wenig Einfallsreichtum kann man natürlich auch dies umgehen. Und die angesprochene Taktik von Norwegian betrieb man schon sehr lange, mit dem Unterschied, dass hier zwischen Priority und Non-Priority unterschieden wurde. Letztere mussten ihr 10+kg-Gepäckstück abgeben, welches kostenlos im Frachtraum befördert wurde. Und genau weil dieses Prozedere sehr aufwendig war, hat man sich für die aktuelle Lösung entschieden.

Hajo Hajo / Vor 15 Tage

Die Passagiere sind klar selbst schuld.

Wie schon angemerkt, war ich auf dem Festland und traute meinen Augen nicht, was die Leute alles mit in den Flieger schleppen wollen. Die Gepäckfächer sind zum Bersten voll, da kiegt man ja kaum noch seine Jacke rein. - ABER - das ist nur die Folge der mangelhaften Kontrolle am Schalter. Da steht keiner der Handgepäck der Passagiere in das Prüfgestell stecken lässt und sie zwingt ggf. das Gepäck ein zu schecken.

Vor einige Zeit flog ich mit Norwegian. Die machen das ganz Clever. Beim Bording sind 2-3 Damen, die jedes Gepäckstück anschaun und wenn es zu gross ist, bekommt es eine Banderole. Vor der Tür der Kabine steht Personal und nimmt diese Stücke entgegen und befördert sie nach draussen. So kommen sie dann in den Frachtraum zu den Koffern.

Gerd / Vor 15 Tage

Eine ähnliche Regelung hat auch WOW Air eingeführt. Dort ist auch nur noch ein kleines Handgepäckstück mit der Größe 42 x 32 x 25 cm und maximal 10 kg Gewicht inklusive. Weitere Information zu WOW Air: https://www.handgepaeck-flugreise.de/wow-air/ Spannend ist auch wie es in Italien weitergeht. Ob Ryanair mit der Berufung Erfolg hat oder nicht.

Don Miguel / Vor 15 Tage

Bei Priority hat sich überhaupt nichts geändert, nach wie vor € 6,- für 10-KG-Trolley. Und wenn man Dinge transportieren möchte, welche man nicht mit in den Flieger nehmen darf, kann man ja wie beschrieben 10 kg für € 8,- aufgeben. Warum die Aufregung? Wieso Abzocke? Erst gestern habe ich bei Ryanair Palma-Köln-Palma vom 05.-10.12. gebucht, hin und zurück € 19,98 zzgl. € 12,- Priority. Und Mitte September habe ich für die gleiche Strecke € 2,- (!) bei Ryanair bezahlt. Nur ein Vollpfosten spricht bei diesen Preisen von Abzocke. Und der schnelleren Abwicklung am Gate ist es auch dienlich. Viva Ryanair!

Ingo Krecklow / Vor 16 Tage

Endlich setzt das mal eine Fluggesellschaft um. Ich würde nur noch Handgepäck in der größe einer Damenhandtasche erlauben.

Mfg

Ingo Krecklow

Berger / Vor 17 Tage

"Mußte man bisher 20 Euro für ein Gepäckstück bis zu 20kg bezahlen" zahle man jetzt 8 Euro für ein Gepäckstück bis 10kg (bis dahin frei). Will also auch heißen: Gepäckstücke über 10kg bis 20kg weiterhin 20 Euro. Bedeutet: Für Gepäckstücke bis max. 10kg, die bis dato frei mitgenommen werden konnten, muß jetzt bezahlt werden. Die 8 Euro (bei Buchung des Gepäckstücks am Schalter übrigens 20!) sind kein Geschenk sondern bringen effektiv mehr Kosten für den Fluggast. Konsequenz: Um solche Abzockermanieren nicht zu unterstützen Ryan Air nur noch wenn nichts anderes geht. Bei Norwegian ist das alles gpnstiger und die Sitze sind obendrein auch noch besser! Die EU sollte sich einmal ein derartiges Geschäftsgebahren genauer anschauen und wenn möglich verbieten. Die Italiener haben ja schon reagiert und diese Art von Abzocke in Italien untersagt.