Als Resident Hotelangebote auf Mallorca nutzen

| Mallorca |
Die beiden Gründer von "Hotelbreak": Franzose Maxime Renaudin (l.) und Cristian Alcoba.

Die beiden Gründer von "Hotelbreak": Franzose Maxime Renaudin (l.) und Cristian Alcoba.

Foto: D. Serbe
Die beiden Gründer von "Hotelbreak": Franzose Maxime Renaudin (l.) und Cristian Alcoba.Von Frühstück bis Spa-Aufenthalt: Auf der derzeit englisch- oder spanischsprachigen Webseite können Residenten wählen, welche Auszeit vom Alltag sie sich gönnen möchten.

Die abgeschiedene Finca mit Selbstversorgung ist gemietet, aber sich zum Frühstück mal bedienen lassen wäre nicht schlecht. Das Hotel ist super, hat aber leider keine Dachterrasse mit Blick auf die Stadt. Das alles in einem Mallorca-Aufenthalt zu vereinbaren, ist durchaus möglich. Moderne Urlaubskonzepte sehen schon lange nicht mehr nur 14 Tage All-inclusive und „Beach only” vor.

Diese Tatsache haben sich findige junge Gründer zunutze gemacht und mit „Hotelbreak” eine Plattform entwickelt, auf der jeder Tourist oder auch Resident die Erfahrung buchen kann, die ihm zum Kompletterlebnis Mallorca fehlt.

Also: einen Tagespass im Spa des schicken und eigentlich teureren Nachbarhotels, ein luxuriöses Frühstück im Fünf-Sterne-Restaurant, dessen Pool auf der Dachterrasse lockt, aber das Abendangebot eigentlich zu üppig für den Geldbeutel ist. Oder ein balinesisches Bett im Beach Club, wenn die Beine vom Wanderurlaub durch die Tramuntana geschont werden wollen.

Die beiden Gründer, der Franzose Maxime Renaudin, und der Mallorquiner Cristian Alcoba haben sich als Mitarbeiter eines Hotels kennengelernt. Cristian war im Verkaufsbereich, Maxime für Kommunikation und Software zuständig. Als Marketing- und Digitalexperten haben die beiden vor sechs Monaten ein Start-up gegründet und wissen, was der touristische Inselmarkt verlangt.

Die Webseite generiert bereits reichlich Verkehr und existiert momentan auf Englisch und Spanisch. Bald sollen Deutsch und Französisch folgen. Die meisten Nutzer der 38 Locations auf Mallorca seien bisher Residenten, die die Annehmlichkeiten für Touristen auch für sich beanspruchen möchten.

„Genau das ist unser Ziel: Wir wollen die Hoteltüren für die Residenten öffnen!”, sagt Maxime Renaudin. „In europäischen Hotels ist es normal, dass die Gäste Ausflüge machen und die Umgebung erkunden – dann stehen die Hotels tagsüber praktisch leer”, so der 28-Jährige. Dies sei genau die Lücke, die „Hotelbreak” bediene.

Verfügbar sind die Angebote auch auf Ibiza, Teneriffa oder in Malaga. Neu ist das Konzept im Prinzip nicht: Hotels bieten vereinzelt auf ihren Webseiten Services für Nicht-Gäste an. Neu ist, diese Angebote in diesem Umfang auf einer Webseite zu aggregieren, ohne dass Interessenten den Anbieter anrufen und individuelle Termine vereinbaren müssen. Eine Anmeldung mit Namen und Zahlungsdaten auf www.hotelbreak.es genügt.

„Viele Gäste geben so auch auf ihrem Instagram-Profil vor, einen Luxus-Urlaub erlebt zu haben”, sagt Cristian Alcoba ganz sachlich. „Jeder will heute neue Erfahrungen machen und sie teilen.” Sichtbar werde das an der Popularität von Abenteuer-Ausflugsanbietern, weiß der 32-Jährige. „Daycation”, also Urlaub für einen Tag, heißt das Konzept, das seit vielen Jahren auch in Deutschland durch Anbieter wie Jochen Schweizer bekannt ist.

Die Ideenschmiede der beiden Gründer befindet sich derzeit noch in einem Coworking-Space im Technologiezentrum Parc Bit nördlich von Palma. Potenzielle Kunden besuchten sie natürlich vor Ort, um sich die Gegebenheiten anzusehen und Betreibern Tipps zu geben, was man Gästen anbieten kann. Neue Ziele haben die beiden kreativen Köpfe auch schon: In zwei Jahren möchten sie rund 30 bis 40 Anbieter pro Destination im Programm haben.

Comments

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Currently there are no comments.