Der Schornstein des Mallorca-Kohlekraftwerks raucht wieder

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Kein schöner Anblick: das Kraftwerk Es Murterar.

Kein schöner Anblick: das Kraftwerk Es Murterar.

Foto: Ultima Hora

Der Schornstein des umstrittenen Kohlekraftwerks Es Murterar bei Alcúdia raucht wieder. Laut Medienberichten vom Dienstag wurde am 9. September damit begonnen, wieder Elektrizität zu produzieren, allerdings mit lediglich zwei von vier Zentren und für 1500 Stunden. 70 Arbeitnehmer sind momentan dort tätig.

Das ist das Ergebnis von im Jahr 2019 abgeschlossenen Verhandlungen zwischen der Balearen-Regierung und dem Kraftwerks-Betreiber Endesa. Vorgesehen ist, dass nur zwei von vier Zentren arbeiten, die beiden anderen wurden am Ende des vergangenen Jahres bereits abgeschaltet.

Es Murterar gilt als ein großer Luftverschmutzer. Die 1500 Stunden, die erlaubt sind, dürften im November aufgebraucht sein. Die balearische Regierung setzt für die Zukunft zunehmend auf die Stromgewinnung erneuerbare Energien. (it)

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Hajo Hajo / Vor 23 Tage

Eine der wichtigsten Alternativen besteht darin, die Insel endlich mal mit dauerhaften Aktionen zum Energiesparen zu bewegen. Handlungsbasis ist EU-Richtlinie 2010/30/EU... Dann braucht man alles das nicht, um das Gegenteil zu manifestieren, was ja die Umweltschützer im Umkehrschluss betreiben. Wenn mans logisch betrachtet.

Bisher sehe ich nicht den kleinsten Anlass dazu. Weder ENDESA noch der Govern de les Illes Balears sehen sich dazu veranlasst. Es wird weiterhin z.B. privat mit Stromfressern geheizt. Negativ, das führt viel zu oft zur Schimmelbildung, weil die Wände im Winter durch Kondensierung der Luft feucht werden. In DE wird so geheizt, das sich auch die Wände erwärmen und die Temperaturen aufnehmen und wieder abgeben. Der sogenannte Taupunkt beträgt 16 Grand ab dem die Luft an den Wänden kondensiert.

Solange die Energieeinsparverodnung nach EU-Richtlinie 2010/30/EU oder z.B. nach Muster DE nicht von der Regierung umgesetzt wird, ändert sich auch am Stromverbrauch nichts. Vor allem im Sommer, wo Tausende uralter Klimanlagen und andere technisch überholte Gerätschaften in Betrieb sind. Und das nicht nur privat, sondern vor allem im Gewerbe u.A. alte Kühlungen ohne jeden Energieausweis.

Hajo Hajo / Vor 24 Tage

Was soll dieser Affenzirkus eigentlich? Die Lösung ist doch ganz einfach. Zur Insel wurde die Gaspipeline vom Festland gelegt. Also fortführen und das Kraftwerk umstellen und anschließen. Warum passiert das nicht? Es würde auch die Verschandelung der Natur mit sogenannten Erneuerbaren verhindern oder beschränken. Das aber passt den Trittbrett fahrenden Heuschrecken wieder nicht ihre dubiosen Geschäfte zu stören, die angeblich der Umwelt dienen, aber in Wahrheit nur ihrem Bankkonto.

Christian / Vor 24 Tage

Hmm, ich stelle mir gerade die Frage wie man die Leistung von so einem Kraftwerk von gut 500MW auf der Insel aus erneuerbaren Quellen erzeugen möchte. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin durchaus für saubere Energie, aber realistisch wird jetzt mehr aus Gas produziert sowie vom Festland (incl. Atomstrom) eingespeist... Chris