Iberostar muss rund 200 Personen in Spanien entlassen

| | Mallorca |
Die Reiseagentur "World to Meet" beschäftigt 330 Mitarbeiter auf Mallorca.

Die Reiseagentur "World to Meet" beschäftigt 330 Mitarbeiter auf Mallorca.

Die Reiseagentur "World to Meet" der Iberostar-Gruppe muss voraussichtlich rund 200 Personen entlassen. Betroffen sind Mitarbeiter auf den Balearen und auf dem Festland. Allein auf Mallorca zählt das Unternehmen 330 Beschäftigte. Grund für die Entlassungswelle ist die anhaltende Corona-Krise und der daraus resultierende Stillstand des Tourismus.

Der Konzern wird sich in den kommenden Tagen mit den Gewerkschaften UGT, CCOO und SPV (Professional Travel Union) über die aktuelle Situation beraten. Weiterhin befindet sich ein Großteil der Mitarbeiter in dem Kurzarbeiterprogramm ERTE.

Insgesamt sind in Spanien derzeit rund 510 Personen in dem Unternehmen angestellt. Iberostar hat seinen Sitz in Palma und betreibt weltweit Hotels. Der Konzern hat wie Riu oder Meliá seine Wurzeln auf der Insel. (cg)

Schlagworte »

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Majorcus / Vor 1 Monat

@Markus Eder: "Ende 2021 mit 60 Prozent weniger Unternehmen" - das sind ja Traumbedingungen für Neu-Gründungen bei so wenig Wettbewerb ...

Markus Eder / Vor 1 Monat

Korrektur: Natürlich rechne ich für Ende 2021 mit 60 Prozent weniger Unternehmen auf den Balearen als Ende 2019!!!. In meinem unteren Kommentar hatte ich versehentlich geschrieben "mit 60 Prozent weniger Unternehmen als Ende 2021".

Markus Eder / Vor 1 Monat

Man darf sich da nichts vormachen: Schon in der 2.Jahreshälfte 2020 hat die Insolvenzwelle auf den Balearen mächtig an Geschwindigkeit aufgenommen. Nun, Anfang 2021, könnte die letzten Dämme gänzlich brechen. Die liegt im Wesentlichen an zwei Entwicklungen. Zum einen geht nach dem desaströsen Coronajahr 2020 immer mehr balearischen Unternehmen das Geld aus. Zum anderen unterliegen seit Anfang 2021 wieder alle bankrotten spanischen Unternehmen der rechtlichen Verpflichtung Insolvenz anmelden zu müssen. Ob die Gelder aus dem sogenannten und auf den Balearen schon fast wie ein Messias herbeigesehnten European Recovery Funds für die Balearen wirklich die große Wende bringen werden erscheint zweifelhaft. Selbst wenn die Gelder rechtzeitig fließen sollten -was keineswegs sicher ist- werden die wenigen hundert Millionen Euro, die den Balearen davon zustehen, kaum ausreichen die riesigen Milliardenlöcher, welche sich im Vergleich zum Jahr 2019 auftun, zu stopfen. Zudem sind neue Gefahren schon im Anmarsch. So treibt etwa in Großbritannien der neue, besonders ansteckende, Coronamutant die Infektions- und Todeszahlen in schwindelerregende Höhen. Und auch auf den Balearen, wie die dramatischen Entwicklungen auf Ibiza belegen, droht von diesem Coronamutant im Jahr 2021 erheblicher Ungemach. Corona könnte deshalb für die Balearen insbesondere in Form dieses neuartigen Coronamutanten auch 2021 ein megagroßes Problem bleiben. Was das für die Entwicklung an der Insolvenzfront bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen. Ich rechne daher Ende 2021 für die Balearen mit einer offiziellen!!! Arbeitslosenrate von über 30 Prozent und 60 Prozent weniger Unternehmen als Ende 2021. Da muten die Entlassungen bei Iberostar, wie grausam sie für sich selbst genommen auch schon sein mögen, noch wie ein Zuckerschlecken an.