Hotel Formentor soll um 15 Prozent größer ausfallen

| Pollença, Mallorca |
Das Hotel Formentor: Schon die Altbesitzer hatten den Bau deutlich erweitern wollen. Ein Gericht untersagt dies 2016.

Das Hotel Formentor: Schon die Altbesitzer hatten den Bau deutlich erweitern wollen. Ein Gericht untersagte dies 2016.

Foto: ultimahora.es

Das künftige Hotel Formentor soll im Falle eines Neubaus um bis zu 15 Prozent größer ausfallen als der bisherige Baukörper des Fünf-Sterne-Klassikers im Norden von Mallorca. Die Investorengruppe Emin Capital, die seit vergangenem Jahr der neue Eigentümer des Edelhotels ist, hat beim Rathaus von Pollença einen entsprechenden Antrag gestellt, berichtete die spanische MM-Schwesterzeitung Ultima Hora am Dienstag.

Die neuen Eigentümer wollen, wie berichtet, das alte Gebäude abreißen lassen, um einen Neubau zu errichten. Ein balearisches Gesetz zur Förderung der Wirtschaft, das ebenfalls im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie in Kraft gesetzt worden war, erlaubt bei solchen Projekten eine Vergrößerung des bisherigen Bauvolumens um bis zu 15 Prozent. Allerdings darf die Ausweitung nicht dazu genutzt werden, die Anzahl der vorhandenen Hotelzimmer und Schlafplätze zu erhöhen. Vielmehr geht es um die Schaffung von modernen Infrastrukturen wie Tagungs- oder Gemeinschaftssäle, Spas oder technische Einrichtungen etwa für erneuerbare Energien.

Das Rathaus von Pollença muss nun die Projektunterlagen für den integralen Umbau des Hotels sowie für die angestrebten Erweiterungsbauten prüfen und genehmigen. Allein für diese Arbeiten winken dem Rathaus Gebühren und Steuereinnahmen in Höhe von rund 700.000 Euro, hieß es.

Schon die alten Besitzer des Hotels, die Barceló-Gruppe, hatten seinerzeit einen Erweiterungsbau für das 1929 gegründete Hotel beantragt. Sie hatten die Bettenzahl von 250 auf 350 ausweiten sowie ein zusätzliches Kongressgebäude errichten wollen. Im Jahr 2016 hatte das Rathaus den 2008 eingereichten Antrag auf eine Erweiterungslizenz abgelehnt. Einer der Gründe: Ein Gericht hatte aufgrund der Bauvorgaben auf der Halbinsel von Formentor einen solchen Zuwachs an Bauvolumen untersagt.

Im Auftrag der neuen Besitzer plant die US-amerikanische Hotelkette Four Seasons die Wiedereröffnung des Formentor-Hotels im Jahr 2023.

Kommentar

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Asterix / Vor 7 Monaten

@M.ajorcus: gähn....jaja, der Tourismus wird abgewickelt...wir wissen es doch...man könnte dich für einen Querdenker halten...

Hajo Hajo / Vor 7 Monaten

Prora wurde bis zur Wende fuer die Werktaetigen, Politkader und NVA der DDR genutzt. Die waren froh besser Privilegierte zu sein und dort Urlaub zu verbringen. Dass auch noch 50 Jahre lang. Hamse nich jewusst oder doch? Wah? 👺

Hajo Hajo / Vor 7 Monaten

C.Klotz@ Konsumieren Sie Butter und Margarine, Schokolade und Pralinen. Kekse. Brotaufstriche. Schokocremes, Fertiggerichte. Tütensuppen. Müsli. Benutzen Seife und Cremes....??? Dann solten Sie mal die Zutatenliste lesen, denn in all diesen findet sich "Palmöl" und das kommt aus Palmölplantagen in Malysia, für die zig Tausende Hektar Regenwald abgeholz wurden. Der Lebensraum der indigenen Urbevölkerung, Tier- und Pflanzenwelt ist für immer zersört. Oder der in Brasilien für den Anbau von Soja als Fleischersatz.

Haben Sie sich darüber jemals so ausgelassen wie jetzt hier? oder die Vermaisung der Agrarlandschaft in DE die angeblich der Uwelt dienen soll? Diese Fragen stell ich auch den anderen hier, die sich aufregen?

Fazit = Kehrt mal vor Eurer Türe und überprüft Eure Gewohnkeiten und Konsum.

C. Klotz / Vor 7 Monaten

Das KdF Bad Rügen, nur etwas später, anderer Ort und andere Investoren, aber gleiche Architektur.

Hajo Hajo / Vor 7 Monaten

Nochmal für Faktenresistente =

Wollt Ihr denn nun die angestrebten Wandlung des Images weg vom Ballermann, um bessere und kapitalstarke Klientel auf die Insel zu bringen oder nicht - wie??

Dieses Hotel ist doch genau der Motor dafür und nicht die Klötze am Ballermann wo man rückwärts die maroden Strassen und Gehwege und Müllcontainer bewundern darf. Und wenn die Gäste auch noch Windräder vom Balkon sehen würden, dann wär es genau die Abschreckung und der Multiplikationseffekt ginge durch Europa in deren Kreisen, der langfristig nur in den Bankrott führt. Die bleiben dann einfach weg.

WO und WAS soll die Bevölkerung dann arbeiten um ihre Einkommen zu sichern? Woher kommen dann die Steuern, um die Aufgaben der Kommunben zu bezahlen? Ihr seid doch die Ersten, die sich dann über folgliche Mängel beschweren.

Mir perönlich ist es lieber, wenn man die Insel nicht mit Technik verschandelt die angeblich der Umwelt dienen soll und im Prinzip nur den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Das Image der Insel ist doch sein Kapital. Es dient der Erbaung und Erholung vom Alltagsstress. Wollt Ihr stattdessen Industrieanlagen, die genaus so aussehen, wie zuhause und die Insel ausbeuten? Davor laufen doch die Urlauber weg, um eine Zeitlang nix mehr davon zu sehen und zu hören.

A. H. / Vor 7 Monaten

Endlich wird Prora fertiggestellt. Ich habe C.Klotz damals allerdings befohlen, dass es nicht so lange dauern darf ein Haus zu Bauen.

Adriano / Vor 7 Monaten

Lieber einen 5 Sterne Palast als all die All-Inclusive Schuppen mit Sauftouristen!!!!

Malllejorcus / Vor 7 Monaten

Weg mit dem Dreck

Darkaa / Vor 7 Monaten

Noch größer ... ??! Geld hat das sagen....jetzt werden noch paar Bäume weggerissen. Das Teil war vorher schon ein riesiger Klotz in der Natur. Muss man unbedingt noch größere Betonklötze bauen? Stehen nicht schon genug rum ?

M. / Vor 7 Monaten

Ökologisch nicht vertretbar, da klimaschädliche Branche!