Die wundersame Erfolgsstory der Lebensmittelkette Agromart auf Mallorca

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In den Läden werden in erster Linie regionale Produkte der Insel angeboten.

In den Läden werden in erster Linie regionale Produkte der Insel angeboten.

In den Läden werden in erster Linie regionale Produkte der Insel angeboten.Rafel Figuera, Apol·lònia Figuera, Tomeu Lliteres und Miquel Figuera (v.l.n.r.) sind die Gründer der Kette Agromart. Hier bei der Einweihung der Filiale in Son Rapinya.

Betritt man den Lebensmittelladen, fühlt man sich wie beim Bauern nebenan: Frisches Obst und Gemüse ist auf den Theken angerichtet, auf kleinen Schildern ist die Herkunft und der Preis der Produkte notiert. Die Auswahl ist vielfältig: Orangen- und Zitrusfrüchte aus Sóller, Kartoffeln aus Sa Pobla, Salat aus Felanitx. Das Gemüse wird zusätzlich mit einem Wassernebel frisch gehalten.

Zehn Jahre gibt es das Unternehmen Agromart Balear auf Mallorca bereits. Gegründet wurde es von den vier Mallorquinern Apol·lònia, Miquel und Rafel Figuera Vaquer und Tomeu Lliteres Mesquida. „Unsere Philosophie: die Förderung lokaler Produkte und Nachhaltigkeit”, erklärt Rafel Figuera Vaquer. Dazu gehört auch der eigene ökologische Anbau auf mallorquinischem Land. Unter anderem werden Flächen in Porreres und Felanitx bewirtschaftet. Außerdem soll immer mehr Menschen der Zugang zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln ermöglicht werden. „Bei den meisten Erzeugnissen handelt es sich um lokale Produkte der Insel. Dazu gehören Gemüse, Obst und Backwaren. Brot und Gebäck werden in Kooperation mit einer Bäckerei aus Porreres hergestellt. Fleisch, Fisch, Wein und verschiedene Käsesorten erhält das Unternehmen vom spanischen Festland”, erklärt Figuera.

Alles fing mit einem gemeinsamen Hofladen der Familien der vier Gründer in Porreres an. Die zwei bis dahin konkurrierenden Bauernfamilien, Lliteres Mesquida und Figuera Vaquer, betrieben zuvor jeweils eigene Lebensmittelgeschäfte in dem mallorquinischen Dorf in der Inselmitte. Aufgrund der Wirtschaftskrise 2007, die auch den Landwirtschaftssektor auf den Balearen beeinflusste, schlossen sich die beiden Betriebe zusammen. Die Idee: Den lokalen Anbau mit vereinten Kräften voranzutreiben und unnötige Kosten einzusparen. Schon bald zeigten sich die ersten positiven Resultate. Der Laden verzeichnete bereits im ersten Jahr überdurchschnittlich gute Umsätze. Allerdings konnte von einem großen finanziellen Plus noch lange nicht die Rede sein. „Das hielt uns aber nicht davon ab weiterzumachen”, erklärt Rafel Figuera Vaquer. 2010 wurde dann die Firma Agromart Balear ins Leben gerufen und wenige Monate später lief alles richtig an. Somit feiert der Agromart in diesem Jahr offiziell sein zehnjähriges Bestehen. Bis 2015 etablierten sich sieben zusätzliche Filialen auf Mallorca. Schritt für Schritt expandierte das Unternehmen weiter. Mittlerweile gibt es auf der Insel 21 Filialen. Zuletzt wurde der Laden in Palmas Viertel Son Rossinyol eingeweiht. Rund 2500 verschiedene Lebensmittel werden in den Märkten angeboten: Von frisch gepressten Olivenölen bis zur traditionellen Ensaïmada.

In Zukunft könnte sich Rafel Figuera Vaquer auch vorstellen, weitere Filialen auf den Nachbarinseln Menorca oder Ibiza zu eröffnen. Das bleibt aber noch Zukunftsmusik. „Bevor wir uns auf die Nachbarinseln konzentrieren, haben wir auf Mallorca viele Möglichkeiten. Die Anbaufläche ist riesig.” Agromarkt-Filialen auf dem spanischen Festland schließt Vaquer aus: „Da wir auf den lokalen Anbau und Nachhaltigkeit setzten, würden wir uns damit selbst widersprechen.”

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Steven / Vor 13 Tage

Bin eigentlich auch Kunde gewesen, doch wie bei fast allen Ketten, leidet auch hier mittlerweile die Qualität. Bio ist da fast nix, Local eher auch nicht.Schwarze Farbe macht nicht unbedingt einen besseren Laden. Schade, Idee war gut.

Pep / Vor 13 Tage

"Agromarkt-Filialen auf dem spanischen Festland schließt Vaquer aus: „Da wir auf den lokalen Anbau und Nachhaltigkeit setzten, würden wir uns damit selbst widersprechen.”

Und wo bleibt hier der Journalismus? Gibt es nicht eine Filiale in Madrid?