Blick auf den Flughafen München. | Flughafen München

Im Tarifkonflikt der Flughafen-Sicherheitsbranche ruft die Gewerkschaft Verdi zu einem nahezu flächendeckenden Warnstreik auf. Am Dienstag sollen an den Flughäfen Frankfurt, Berlin, Bremen, Hamburg, Hannover, Stuttgart, Düsseldorf und Köln/Bonn die Kontrolleure den ganzen Tag die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft am Montag in Berlin mitteilte. Auch Mallorca-Flüge dúrften annulliert werden oder später kommen.

Am Frankfurter Flughafen wird für Passagiere erneut kein Zustieg möglich sein, wie die Betreibergesellschaft Fraport mitteilte. Lediglich Transitreisende würden abgefertigt.

In der vergangenen Woche waren die ebenfalls von Warnstreiks begleiteten Tarifgespräche ohne Ergebnis geblieben, ein erneuter Verhandlungstermin ist für Donnerstag vereinbart. Verdi fordert unter anderem, den Stundenlohn für die Luftsicherheitsdienste um mindestens einen Euro pro Stunde zu erhöhen sowie die Löhne regional anzugleichen.

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Laut Verdi konnte in der vierten Verhandlungsrunde zwar zur Angleichung der regionalen Löhne und der Angleichung Ost an West "eine weitgehende Annäherung" erreicht werden. Bei der Erhöhung der Löhne hätten die Arbeitgeber ihr Angebot von jeweils 38 Cent mehr pro Stunde für die niedrigsten Lohngruppen allerdings nicht erhöht.

Gerade diese Beschäftigten bräuchten jedoch dringend eine Erhöhung des Stundenlohns um einen Euro, mahnte Pieper. Für die von den Arbeitgebern gewünschte Laufzeit von 24 Monaten sei auch das neue Angebot nach wie vor unzureichend, um die Preisentwicklung ausgleichen zu können.

Die Arbeitnehmer fordern außerdem, die niedrigere Bezahlung von Sicherheitskräften beim Berufseinstieg für bis zu 24 Monate abzuschaffen. Eine solche Regelung sei angesichts des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften nicht mehr zeitgemäß, erklärte Verdi.

(Aktualisiert um 12.32 Uhr)