Man trifft sie in Naturparks, im Tramtuna-Gebirge oder im Vogelschutzgebiet: Natur-Urlauber stellen die größte touristische Interessensgruppe auf den Balearen. | Ultima Horade Menorca

Früher war es irgendwie einfacher. Oder zumindest übersichtlicher. Urlaub machen auf Mallorca beispielsweise. Das bestand in der Regel nur aus Sommer, Sonne, Strand und Schirm. Fertig war die Laube. Doch der gute alte Sol-y-Playa-Tourist, der den lieben langen Ferientag ausschließlich damit verbrachte, sich zwischen Frühstücksbüfett und abendlicher Flamenco-Show keinen Sonnenbrand zu holen, scheint ein Auslaufmodell zu sein. Oder schlimmer: Er existiert eigentlich gar nicht mehr.

Zumindest für die Statistiker der „Balearischen Agentur für Tourismusstrategien” (Aetib). Die unterteilen den modernen Mallorca-Touristen in vier Klassen. Und nicht nur das. Mithilfe der Kollegen aus dem spanischen Statistikamt haben sie vor kurzem ein wirtschaftliches Röntgenbild dieser einzelnen Urlaubsklassengesellschaften hinsichtlich unterschiedlicher Parameter wie Anzahl, durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf der Insel oder Ausgaben pro Tag und Person erstellt.

Sie brechen gleich mehrere Statistikrekorde. Als Erstes sind Sport-Urlauber jene Gruppe, die bei der Reisebuchung meist eigene Wege abseits des Mainstreams geht. 91,2 Prozent basteln sich ihren Balearen-Urlaub aus Flug, Unterkunft und Mietwagen im Internet selbst zusammen. Zweitens: Nicht einmal die Hälfte von ihnen quartiert sich während des Inselaufenthaltes in einem Hotel ein.

Außerdem zählen Sport-Urlauber mit durchschnittlichen Ausgaben von 127,20 Euro pro Tag und Person zu den sparsamsten der vier Urlauber-Klassen.

Wie gesagt. Am besten legt man sich im Mallorca-Urlaub einfach nur an die Playa. Das ist dann auch für Statistiker einfacher. Und vor allem übersichtlicher.