Die Luftverkehrsbehörde Enaire rechnet 2023 mit mehr Passagieren als im Vor-Corona-Jahr 2019. | Ruiz Collado

Mallorca kann sich in der kommenden Hochsaison 2023 auf noch mehr Flugverkehr als während der abgelaufenen Urlaubsmonate einstellen. Dies kann aus einer Prognose abgeleitet werden, die die spanische Luftverkehrsbehörde Enaire und Eurocontrol am Dienstag veröffentlichten. Ganz Spanien wird demnach das erste Land in Europa sein, das das Verkehrsaufkommen des letzten Vorcoronajahres 2019 übertrumpfen wird. Während der kürzlich abgelaufenen Urlaubersaison wurden im Land bis Ende September 90 Prozent der Starts und Landungen wie vor drei Jahren gezählt. Allein im Oktober wurde bereits fast eine Parität mit dem Vergleichsmonat des Jahres 2019 erreicht. Die Zahl der Flugverbindungen in Spanien betrug 190.000. Im Oktober vor drei Jahren waren es 190.810 gewesen, lediglich 0,7 Prozent weniger.

Mallorca alleine hatte in diesem Jahr die Fluggastzahlen des Luftverkehrs von vor der Corona-Pandemie wieder zu 96 Prozent erreicht hat. Bis in den Oktober hinein nutzten knapp 27 Millionen Reisende den Flughafen. Zum Vergleich: Damit hat "PMI" in den zehn Monaten dieses Jahres bereits mehr Passagiere abgefertigt als die Airports Düsseldorf, Köln-Bonn oder Hamburg in einem ganzen Jahr (Zahlen von vor der Pandemie). Die Zahl der Flugbewegungen, also der Starts und Landungen, ist in Palma sogar um 1,5 Prozent gewachsen.

Im laufenden Jahr gab es auf Mallorca jedoch zunehmend Beschwerden über angeblich zu viele Menschen auf der Insel. Dies löste in Diskussion über eine etwaige Begrenzung des Urlauberzustroms oder von Immobilienverkäufen an Ausländer aus, die weiter anhält. Der Streit über die Urlauberzahl könnte sich angesichts der Prognose im kommenden Jahr noch verschärfen.

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Enaire untersteht dem Verkehrsministerium und managt den spanischen Luftraum von Madrid. Barcelona, Palma, Sevilla und Gran Canaria aus. Die Behörde verfügt über 45 Kontrolltürme und ist die viertgrößte Kontrollbehörde in Europa.