Wohin mit den alten Möbeln auf Mallorca?

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Sperrmüll-Abtransport auf Mallorca.

Sperrmüll-Abtransport auf Mallorca.

Foto: Ultima Hora

Man kennt das Bild: Auf Mallorca steht an irgendeiner Straßenecke neben den Abfallcontainern meistens Sperrmüll. Leider werden große Haushalts- und Elektrogeräte, die nicht mehr benötigt werden, nach wie vor gerne einfach irgendwo zurückgelassen, im schlimmsten Fall mitten in der Landschaft. Dabei gibt es auch auf der Insel einfache und legale Wege, seinen Hausrat abholen zu lassen beziehungsweise zu anerkannten Entsorgungsstellen zu bringen. MM verrät, wie das geht.

In der Inselmetropole Palma bieten die städtischen Entsorgungswerke Emaya einen Abholservice für Sperrmüll an. In jedem Stadtviertel beziehungsweise Straßenzug kommen die Mitarbeiter der Stadt an einem bestimmten Wochentag vorbei und sammeln den Hausrat ein, den die Bewohner nicht mehr brauchen. Wer überprüfen will, an welchem Tag seine Straße dran ist, kann dies auf der Internetseite www.emaya.es/residuos-y-limpieza/residuos/recogida-de-trastos tun, indem er in der Suchleiste den Straßennamen eingibt. Anschließend wird angezeigt, an welchem Tag der Sperrmüll dort abgeholt wird. Er kann dann vor die Haustür gestellt werden.

Da die Abholung von Sperrmüll in Palma in der Regel nur für Haushaltsgegenstände wie Möbel, Türen oder Glaswerk gilt, nicht aber für Elektrogeräte, gibt es für diese eine Sonderregelung. Sie müssen von den Bürgern selbst zu einem sogenannten „Grünpark“, einem „Parque Verde“, gebracht werden. In Palma gibt es zwei solcher städtischer Sammelstellen, eine im Gewerbegebiet Son Castelló (C/ Gremi de Sucrers i Candelers), eine weitere im Vorort Sant Jordi (Diseminado Can Ds 8507 L’Aranjassa, nahe Flughafen). An den Sammelstellen kann neben Elektrogeräten aber auch „normaler“ Sperrmüll sowie Sondermüll wie Öl, Batterien, Glas, Korkabfälle, Gasflaschen oder Grünabfälle abgegeben werden. Die „Grünparks“ sind täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet, ihre Nutzung ist Bewohnern von Palma vorbehalten, die sich ausweisen müssen.

Emaya bietet in Palma auch einen speziellen Abholdienst an, bei dem Sperr-, Sonder- oder Elektromüll in der eigenen Wohnung abgeholt wird. Dieser Service beschränkt sich aber auf Senioren, die älter als 65 sind, Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder sozial schwache Familien. Er muss vorher angemeldet und die entsprechenden Nachweise erbracht werden, was über die Internetseite www.emaya.es/atencion-a-la-ciudadania/ciudadanos/tramite-recollida-domiciliaria oder über die Emaya-Hotline 971-240240 möglich ist. Der Dienst kann pro Haushalt maximal zwei Mal im Monat in Anspruch genommen werden.

Im ländlichen Raum Mallorcas wird ebenfalls Sperrmüll abgeholt. Hier kann jede Gemeindeverwaltung aber selbst entscheiden, wie sie verfahren möchte. Es empfiehlt sich daher, das jeweilige Prozedere direkt beim Rathaus zu erfragen. In den meisten Orten kann telefonisch ein Abholtermin vereinbart werden, so dass Bürger ihre Gegenstände dann nur zum vereinbarten Zeitpunkt an der Straße abstellen müssen. In fast allen Gegenden der Insel gibt es zudem „Grünparks“, bei denen Sperr-, Elektro- und Sondermüll abgegeben werden kann.

Haushaltsgegenstände, die man selbst nicht mehr braucht, die aber noch verwendbar sind, gehören nicht unbedingt auf den Sperrmüll. Vielmehr kann man sie auch an Möbelsammelstellen wie die Stiftung Deixalles geben. Seit ihrer Gründung vor knapp 35 Jahre verhilft die Organisation Gebrauchtware zu einem zweiten oder dritten Leben. Gespendete Möbel werden für einen kleinen Obolus, der wiederum sozialen Projekten zugute kommt, an Personen oder Familien mit kleinem Geldbeutel verkauft. Die zentrale Annahmestelle der Organisation befindet sich im Carrer del Cedre 9 in Palma (Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8.30 bis 20.30 Uhr, Samstag: 8.30 bis 14 Uhr).

Unter der Hotline 900-772211 oder über die E-Mail-Adresse info@deixalles.org kann auch eine Gratis-Abholung von zu Hause vereinbart werden, und zwar auf Mallorca oder Ibiza.

Weitere Organisationen, die alte Möbel oder Haushaltsgegenstände entgegennehmen, sind
nRemar (Carrer d’Aragó, 50; Telefon 971-200180; Öffnungszeiten Mo-Fr: 10-14 Uhr und 17-20 Uhr, Samstag: 10-13.30 Uhr) oder 
nCan Gazà (608-529441).

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Jose / Vor 3 Monaten

Wir haben ich weiss nicht wieviel Punto Verdes auf unserer Insel! Liegt sicher an der Faulheit....!

HajO Hajo / Vor 3 Monaten

Wenn es also ganz einfach ist, wieso wissen das viele der Sünder nicht? Was stimmt da nicht?

EMAYA könnte das Problenm einfach dadurch lösen, indem sie einen kostenlosen Entsorgungskalender mit weiteren Informationen über das Entsorgungsgut und Ansprechpartnern durch die Tageszeitungen 1-2-mal jährlich als Beilage verbreiten lässt. Das kostet weniger, als die Beseitigung des Unrates, der keinem Sünder zugeordnet werden kann.

Bei uns daheim in DE, kommt dieser Kalender immer zum Jahresende vom Landratsamt kostenlos.