Beachtenswertes beim Umtausch auf Mallorca

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Nach dem Vorweihnachts-Shopping kommt der Umtausch. Doch Händler sind nicht verpflichtet, gekaufte Waren zurückzunehmen.

Nach dem Vorweihnachts-Shopping kommt der Umtausch. Doch Händler sind nicht verpflichtet, gekaufte Waren zurückzunehmen.

Foto: Patricia Lozano

Wenn die vom Ehemann ausgesuchte Unterwäsche nicht den Geschmack der Gattin trifft oder der von Oma gekaufte Winterpulli nicht vorzeigbar ist, stellt sich nach den Feiertagen die Frage: Welche Rechte habe ich in Spanien beim Umtausch?

Prinzipiell können Käufer auch auf Mallorca nicht auf ein Umtauschrecht bestehen, wie Rechtsanwalt Dominic Porta von „Porta & Associates” in Palma betont. „Wenn an der Ware kein Mangel besteht, ist das reine Kulanz der Geschäfte. Deshalb können diese dann ihre eigenen Regeln aufstellen, wie etwa die Originalverpackung zu fordern.”

Auch der Kassenbon sollte gut aufbewahrt werden. Genau wie in Deutschland kann die Ware nur ungetragen und unbeschädigt umgetauscht werden. Der Händler darf bestimmte Umtauschbedingungen festsetzen, die dem Kunden beim Kauf aber bereits mitgeteilt werden müssen. Die fehlende Originalverpackung etwa bedeutet für den Händler einen Wertverlust, er kann das Produkt dann nur noch zum verminderten Preis weiterverkaufen.

Handelt es sich um einen Garantiefall, greift die Gewährleistungspflicht. Innerhalb dieser zwei Jahre kann das Produkt wie gewohnt durch Vorlage des Kassenbelegs zur Reparatur zurückgegeben werden. Sollten etwa bei Garantieansprüchen Probleme bestehen, können Kunden ein Beschwerdeformular verlangen, die „Hoja de reclamación”, welche der Mitarbeiter des Geschäfts unterschreiben muss. Des Falls nimmt sich dann die Verbraucherschutzbehörde Consumo an.

Im Online-Handel stehen Verbrauchern dank EU-Grundlagen mehr Rechte zu. Kunden haben generell zwei Wochen Zeit, den Artikel ohne Angabe von Gründen zurückzugeben. Ausnahmen gelten für verderbliche Waren oder versiegelte Waren, die nach Öffnung der Versiegelung nicht zurückgeschickt werden können. Genauso für Flugtickets und Zugfahrkarten sowie Konzertkarten, Hotelreservierungen, Mietautobuchungen und Bewirtungsleistungen zu festen Terminen.

Der ursprünglich gezahlte Preis muss zurückerstattet werden, auch wenn dieser beim Kauf höher war als zum Zeitpunkt der Rückgabe. Grundlage beim Online-Geschäft sind immer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). (dise)

Den vollständigen Bericht lesen Sie in der jüngsten MM-Ausgabe (52/2019), erhältlich am Kiosk auf Mallorca, sowie an den Bahnhöfen und Flughäfen in Deutschland; oder auf E-Paper.

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