Ein Siegel für die Qualität der Autovermietungen

| | Mallorca |
So sieht das Qualitätssiegel des balearischen Verbraucherschutzes aus.

So sieht das Qualitätssiegel des balearischen Verbraucherschutzes aus.

Foto: Grafik

Probleme mit dem Autovermieter sind unter Urlaubern einer der häufigsten Beschwerdegründe auf Mallorca. Unfaire Tankregelungen, teure Zusatzversicherungen, angebliche Schäden am Fahrzeug– die Liste der Ärgernisse ist lang. Um dem vorzubeugen hat das balearische Verbraucherschutzministerium bereits vor einiger Zeit ein Qualitätssiegel eingeführt, das an Firmen vergeben wird, die sich verpflichten, die Verbraucherrechte zu respektieren. Offensiv beworben wird dieses allerdings erst seit Kurzem.

Bei der diesjährigen Tourismusmesse ITB in Berlin informierte Generaldirektor Francesc Dalmau über die Auszeichnung in Form eines orangefarbenen Buttons. 90 Firmen hätten sich balearenweit den freiwilligen Kontrollen durch die Verbraucherschützer unterworfen und den vom Ministerium aufgestellten Verhaltenskodex akzeptiert. Alleine auf Mallorca verfügen mittlerweile 49 Mietwagenunternehmen über das Qualitätssiegel (eine Liste gibt es auf der Internetseite des balearischen Verbraucherschutzministeriums) . „Sicher und ohne böse Überraschungen ein Auto mieten zu können, wird Ihren Urlaub auf den Balearen noch angenehmer machen”, sagte Dalmau in Berlin.

Die ausgezeichneten Mietwagenfirmen verpflichten sich unter anderem, stets den vollständigen Endpreis der Leistungen inklusive Steuern und Gebühren anzuzeigen. Die Tankregelung ist grundsätzlich so festgeschrieben: Der Kunde erhält den Mietwagen vollgetankt und gibt ihn dann auch wieder vollgetankt ab. Außerdem verpflichten sich die Autoverleiher, bei der Abgabe der Fahrzeuge diese gemeinsam mit dem Kunden in Augenschein zu nehmen und etwaige Schäden am Wagen in einem Dokument festzuhalten. Nach der Rückgabe und der erfolgten gemeinsamen Überprüfung kann der Kunde eine Kopie des Sichtungsprotokolls verlangen.

Ein weiterer Aspekt ist, dass die Mietwagenfirmen einen festen Ansprechpartner sowie eine Post- und eine E-Mailadresse bieten müssen für den Fall späterer Reklamationen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass längst nicht alle Anbieter auf der Insel diese Mindeststandards erfüllen. (jm)

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