Diesen sieben Meerestieren sollten Badegäste besser aus dem Weg gehen. | Archiv

Sommerzeit heißt Badezeit. Und wo geht das besser als im Meer? Doch Vorsicht! Rund um Mallorca kann ein Strandbad auch schmerzhaft enden. Grund sind diverse Meereslebewesen, die sich im Falle einer Bedrohung mit Giften und Bissen zur Wehr setzen. Hier die sieben gefährlichsten von ihnen.

Petermännchen

Trotz seines niedlichen Namens sollte man diesem zwischen 15 und 52 Zentimeter langen Fisch niemals zu nahe kommen. Er zählt zu den gefährlichsten Gifttieren in Europa. Petermännchen vergraben sich tagsüber gerne in der Nähe von Stränden im Sand oder im Schlamm. Wer beim Baden aus Versehen auf den Fisch tritt, bekommt seine giftigen Stacheln zu spüren. In den meisten Fällen ist das Gift zwar nicht tödlich, führt aber zu starken und schmerzhaften Schwellungen. Nach einer solchen Begegnung sollte umgehend ein Arzt oder die Notaufnahme eines Krankenhauses aufgesucht werden.

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Meerwespe

Nesseltiere wie Quallen oder Meeresblasen sollte man beim Baden im Meer immer aus dem Weg gehen, da ihr Gift bei Hautberührung lebensgefährliche Folgen nach sich ziehen kann. Quallenarten wie die fast durchsichtige Meerwespe sind im Wasser nur schwer auszumachen. Bei einer Begegnung sollte man zurück an Land erst einmal versuchen, die mit Giftkapseln versehenen Tentakel vorsichtig von der Haut zu bekommen. Dabei hilft Meerwasser und – falls zur Hand – auch Essig, aber keinesfalls Süßwasser. Zum Abschaben der Tentakel eignet sich zum Beispiel eine Plastikkarte, um erneuten Hautkontakt zu vermeiden. Anschließend immer einen Arzt aufsuchen.

UNA TURISTA ALEMANA FALLECE EN TAILANDIA POR LA PICADURA DE UNA AVISPA DE MAR

Portugiesische Galeere

Trotz ihres Aussehens ist dieses Nesseltier keine Qualle, sondern eine sogenannte Meeresblase. Ihr Gift kann im Falle eines Hautkontaktes zu Lähmungserscheinungen und Atembeschwerden führen. Ein Arzt- oder Krankenhausbesuch ist unvermeidlich.

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Muräne

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Nein, keine Panik. Muränen sind für Strandgäste auf Mallorca keine Gefahr, da sie sich nicht in ihrer Nähe aufhalten, sondern fast ausschließlich in Felsenformationen tieferer Gewässer vorkommen. Für Taucher können die schlangenförmigen, bis zu zwei Meter langen Mittelmeer-Muränen aber schon eine Gefahr darstellen. Zumindest dann, wenn sie sich in ihren Felshöhlen von ungebetenen Gästen bedroht oder belästigt fühlen. Muränen haben messerscharfe Zähne, mit denen sie lebensgefährliche Bisswunden zufügen können.

Stachelrochen

Auch diese Spezies gräbt sich gerne an seicht ins Meer laufenden Stränden in den Sand ein. Meistens in den frühen Morgenstunden, wenn noch wenig „Bewegung” an der Playa herrscht. Sein Stachel am Schwanzende ist nicht nur messerscharf, sondern auch mit hochkonzentriertem Nervengift versehen. Ein Stich löst Schmerzen, Übelkeit, Kreislaufstörungen und Angstzustände aus. Und muss umgehend medizinisch behandelt werden.

Pferdeaktinie

Das Nesseltier, das wegen seiner roten Kugelform in Spanien auch als See-Tomate bezeichnet wird, findet man auf Mallorca ausschließlich an felsigen Küstenabschnitten. Oder lieber nicht. Bei Berührung sondert das Tier ein Nesselgift ab, das auf der Haut zu brennenden Schmerzen und Ausschlag führt. Am besten ist, das Gift mit Meerwasser von der Haut zu spülen.

MENORCA. FAUNA. La tomàtiga de la mar (Actinia equina)

Drachenfisch

Zu den im Mittelmeer häufig vorkommenden giftigen Meeresbewohnern zählen auch die Drachenfische, von denen es über zwei Dutzend verschiedene Arten gibt.

Gemeinsam sind ihnen die Giftstachel in den Rücken- oder Bauchflossen, die bei Berührung ein für den Menschen schmerzhaftes Gift absondern. Nach einer solchen Begegnung mit einem Drachenfisch sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, um mögliche Infektionsherde aufzuspüren.