Wechselausstellung im Museum Es Baluard

Walid Raad/The Atlas Group, We decided to let them say, “we are convinced” twice_Soldiers II, 1982-2007. Cortesía Paula Cooper Gallery, Nueva York. © de la obra, Walid Raad, 2017

„De la posguerra a la contemporaneidad - Von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart": Insgesamt 67 Werke plus Dokumentation verschiedener Künstler, 1. Periode von 1940 bis 1977, 2. Periode von 1978 bis 2017.

Das Es Baluard präsentiert eine neue Lesart der Sammlung rund um die zwischen 1940 und 2017 entwickelten künstlerischen Praktiken. Die in zwei chronologische Bereiche gegliederte Auswahl - erforscht als Sequenz die Verbindungen und Überschneidungen zwischen den lokalen, nationalen und internationalen künstlerischen Kontexten.

Die Reise beginnt in der europäischen Nachkriegszeit und den neuen Ansätzen und Darstellungen der Realität, die zwischen 1940 und 1977 entstanden sind: Existenzialismus, vertreten durch Wols; Kontinuität/Bruch mit den Avantgarde-Bewegungen durch Schlüsselfiguren wie Fernand Léger, Marie Laurencin, Joan Miró, Pablo Picasso, Georges Braque und André Masson; materielle und gestische Abstraktion, vertreten durch Antoni Tàpies, Hans Hartung und Rafel Tur Costa; die Ursprünge der Videokunst in Europa mit Robert Cahen als prominente Referenz und die Einführung neuer, mit dem Konzeptualismus verbundener Praktiken auf Mallorca in den 1970er Jahren - unter anderem Mail Art und visuelle Poesie - durch die Dokumentarfilmsammlung Risc i ruptura von Pep Canyelles, Jaume Pinya und Horacio Sapere.

In diesem Abschnitt ist ein spezieller Bereich Joan Miró gewidmet; eine herausragende Auswahl von Werken aus der Sammlung Serra und der Familie Miró - Malerei, Grafik und Zeichnungen - umfasst seinen Schaffensprozess zwischen 1966 und 1977, Jahre, in denen er ein intensives technisches und konzeptuelles Niveau beibehalten hat, und spiegelt seine aktive Teilnahme am mallorquinischen Kulturkreis wider.

Die zweite Periode, die sich auf die Jahre 1978-2017 konzentriert, weist auf den globalen künstlerischen Kontext hin, der seit den 1960er Jahren von der Suche nach Anerkennung der Fotografie als künstlerisches Medium geprägt ist, während neue, wie Installationen und Performances, entstanden sind. Die Wiederbelebung der Malerei in Europa in den 1980er und 1990er Jahren - der figurative Weg und der mit der Abstraktion verbundene Vorschlag - rückt die skulpturale Praxis in den Hintergrund, die vom Minimalismus, Konstruktivismus und Konzeptualismus beeinflusst und durch die geometrische Reduktion von Form und Figuration gekennzeichnet ist.

Das Register des individuellen und kollektiven Gedächtnisses, die Debatte über die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Transformationen der letzten Jahrzehnte in Ost und West, die Beherrschung der neuen Technologien und die Ausweitung auf andere Forschungsbereiche - beispielsweise die Biotechnologie - bestimmen unter anderem die Offenheit für neue Bedeutungen, die die Werke vom Ende des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart übertragen.

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Infos

  • | Datum
    1. Vom 9. Jan bis 1. Nov 2020 Es Baluard
  • | Öffnungszeiten:

    DI bis SA 10 bis 20 Uhr, SO 10 bis 15 Uhr

  • | Preise:

    6 Euro, freitags ab 10 Cent

Lokalisierung

Es Baluard